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	<title>eldersign.de &#187; Bürokratie</title>
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		<title>Siebenundneunzig</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 20:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eldersign</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ego]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vaterfreuden]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Elterngeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Elterngeld schafft nach der Geburt eines Kindes den notwendigen Schonraum f&#252;r einen guten Start in das gemeinsame Leben mit dem neuen Familienmitglied. Das Elterngeld macht es f&#252;r M&#252;tter und V&#228;ter einfacher, vor&#252;bergehend ganz oder auch nur teilweise auf eine Erwerbst&#228;tigkeit zu verzichten und so mehr Zeit f&#252;r die Betreuung ihres Kindes zu haben. Soweit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das Elterngeld schafft nach der Geburt eines Kindes den notwendigen Schonraum f&#252;r einen guten Start in das gemeinsame Leben mit dem neuen Familienmitglied. Das Elterngeld macht es f&#252;r M&#252;tter und V&#228;ter einfacher, vor&#252;bergehend ganz oder auch nur teilweise auf eine Erwerbst&#228;tigkeit zu verzichten und so mehr Zeit f&#252;r die Betreuung ihres Kindes zu haben.</p></blockquote>
<p>Soweit das <a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/familie,did=76746.html">Bundesfamilienministerium</a>. Doch vor diese Segnungen des Sozialstaats haben die G&#246;tter der B&#252;rokratie den Antrag gesetzt. Unserer ging dann heute in die Post: 97 Seiten DIN A4.</p>
<p>Ich nehme dann Wetten entgegen, wann das erste Mal eine Zahlung eingeht.</p>
<p>(Alle weiteren Illusionen bez&#252;glich des Elterngelds wird man <a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/familie,did=76746.html">hier</a> los.)</p>
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		<title>Beobachtungen eines Wahlhelfers</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 22:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eldersign</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Ergebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlhelfer]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen erhielt ich &#8211; interessanter Weise &#252;ber meinen Arbeitgeber &#8211; Post von der Stadt T&#252;bingen, mit der ich zum Wahlhelfer verpflichtet wurde. Die genannten Ausreden trafen allesamt nicht zu, und au&#223;erdem macht man ja wirklich gerne Bei der telefonischen R&#252;cksprache mit dem Leiter des Wahllokals wurde ich dann gefragt, ob ich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen erhielt ich &#8211; interessanter Weise &#252;ber meinen Arbeitgeber &#8211; Post von der Stadt T&#252;bingen, mit der ich zum Wahlhelfer verpflichtet wurde. Die genannten <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bwo_1985/__9.html">Ausreden</a> trafen allesamt nicht zu, und au&#223;erdem macht man ja wirklich gerne <img src='http://eldersign.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei der telefonischen R&#252;cksprache mit dem Leiter des Wahllokals wurde ich dann gefragt, ob ich die Fr&#252;h- (8-13 Uhr) oder Sp&#228;tschicht (13-18 Uhr) &#252;bernehmen wolle. Ich entschied mich f&#252;r die Fr&#252;hschicht und stand darum heute morgen Viertel vor Acht voller Tatendrang vor dem Wahllokal. Zeitgleich traf auch der Wahlleiter ein, der mit einem schnellen Blick auf seine schlaue Liste feststellte, dass ich f&#252;r den Nachmittag eingeteilt war.</p>
<p>Da war wohl etwas mit der Diensteinteilung gr&#252;ndlich schief gelaufen, ich ging erstmal ziemlich angefressen wieder heim und machte mir noch einen Kaffee.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Bis Mittag hatte sich mein &#196;rger wieder gelegt, schlie&#223;lich macht ja jeder mal einen Fehler &#8211; und so ganz konnte ich auch nicht ausschlie&#223;en, dass es mein Fehler war.</p>
<p>Vorteil der Nachmittagsschicht war nat&#252;rlich, dass man den ganzen Ablauf erstmal als W&#228;hler erlebt, und damit jede weitere Einweisung obsolet wird. Der Nachteil war, dass ich (ausgebildeter Logistiker) bei der Einrichtung des Wahlraums nicht zugegen war. Durch die &#228;u&#223;erst ung&#252;nstige Anordnung der Arbeitspl&#228;tze gab es zeitweise recht chaotisch Abl&#228;ufe durch wilde Verknotung der drei Warteschlangen (Ausgabe der Wahlunterlagen, Wahlkabinen, Urne). So mancher W&#228;hler musste dadurch deutlich l&#228;nger warten, weil er sich ob der Un&#252;berischtlichkeit erstmal falsch angestellt hatte.</p>
<p>Au&#223;erdem gab es mindestens zwei signifikante Gruppen, die durch b&#252;rokratischen Irrsinn um ihr Wahlrecht gebracht worden:</p>
<p>Die erste Gruppe waren die in Deutschland lebenden EU-Ausl&#228;nder. Die hatten (von wem auch immer) ein Schreiben erhalten, mit dem sie darauf hingewiesen wurden, dass sie einen Antrag stellen m&#252;ssten, um ihr Wahlrecht bei der Europawahl auszu&#252;ben. Viele dachten &#8211; und das h&#228;tte man auch erwarten k&#246;nnen &#8211; mit diesem Schreiben h&#228;tten sie notwendigen Unterlagen in der Hand.</p>
<p>Die zweiter, und weitaus gr&#246;&#223;ere Gruppe waren in den letzten drei Monaten neu zugezogene &#8211; denen pauschal das Wahlrecht bei der Kommunalwahl verweigert wurde. Nun muss man wissen, dass in T&#252;bingen bis vor kurzem sehr viele Studenten lediglich mit Zweitwohnsitz angemeldet waren. Dies &#228;nderte sich, als die Stadt im Anfang des jahres eine Zweitwohnsitzsteuer einf&#252;hrte diese aber erst ab ab Mai auch <a href="http://tagblatt.de/35710022">einforderte</a>. Viele meldeten sich daraufhin mit Erstwohnsitz hier an und brachten sich so selbst um ihr Wahlrecht bei der Kommunalwahl. Den zu Beginn des Sommersemesters neu Zugezogenen erging es nicht besser.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>P&#252;nktlich um 18 Uhr wurden die T&#252;ren geschlossen, zu diesem Zeitpunkt war &#8220;die Bude voll&#8221;. Alle, die drin waren, konnten ihre Stimme noch in aller Ruhe angeben. Einer kam &#8211; zwar sehr knapp, aber tats&#228;chlich &#8211; zu sp&#228;t. Da halb auch kein w&#252;tendes klopfen, die T&#252;r blieb zu. Er lie&#223; sich den Namen des Wahlleiters nennen und k&#252;ndigte Beschwere an. Die Entscheidung war m.E. aber korrekt.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Anschlie&#223;end wurde zun&#228;chst die Europawahl ausgez&#228;hlt. Dazu wurde zun&#228;chst die Wahlzettel durchgez&#228;hlt und mit der Zahl der abgegebenen Stimmen laut W&#228;hlerverzeichnis abgeglichen, dann wurden die Ung&#252;ltigen aussortiert, die g&#252;ltigen nach gew&#228;hlter Liste sortiert und die einzelnen Listen gez&#228;hlt. Nach nicht einmal 1 1/2h stand unser Ergebnis fest, und wenn Wahlen &#252;berall so ausgehen w&#252;rde, w&#228;re dieses Land doch um einiges lebenswerter:</p>
<p>
<img src="http://eldersign.de/wp-content/uploads/2009/06/bild-2.png" width="480" height="297" alt="Bild 2.png" /></p>
<p>Hier die Ergebnisse f&#252;r <a href="http://www.tuebingen.de/wahl/eu09.html">T&#252;bingen insgesamt,</a> <a href="http://www.statistik-bw.de/Wahlen/Europawahl_2009/Land.asp">Baden-W&#252;rttemberg</a> und <a href="http://www.statistik-bw.de/Wahlen/Europawahl_2009/Bund.asp">bundesweit</a>.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Morgen wird dann die Kommunalwahl ausgez&#228;hlt, ich bin gespannt.</p>
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		<title>T&#252;bingen macht blau &#8211; auch beim Datenschutz</title>
		<link>http://eldersign.de/2008/08/05/tuebingen-macht-blau-auch-beim-datenschutz/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 21:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eldersign</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Adressbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Meldegesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Tübingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind oft eher die kleinen, unscheinbaren Meldungen, die zumindest das schnelle &#220;berfliegen der auf eigenen Wunsch: Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.ungenanntelokalzeitung.de sind urheberrechtlich gesch&#252;tzt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdr&#252;cklicher Genehmigung des Verlags Ungenannte Lokalzeitung gestattet. ungenannt bleibenden Lokalzeitung unerl&#228;sslich machen, zumindest auch bestimmten beruflich bedingten Gr&#252;nden. Leider. Heute war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind oft eher die kleinen, unscheinbaren Meldungen, die zumindest das schnelle &#220;berfliegen der auf eigenen Wunsch:</p>
<blockquote><p>
  Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.ungenanntelokalzeitung.de sind urheberrechtlich gesch&#252;tzt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdr&#252;cklicher Genehmigung des Verlags Ungenannte Lokalzeitung gestattet.
</p></blockquote>
<p>ungenannt bleibenden Lokalzeitung unerl&#228;sslich machen, zumindest auch bestimmten beruflich bedingten Gr&#252;nden. Leider.</p>
<p>Heute war es eine kurze, unkommentierte Pressemitteilung der Stadt T&#252;bingen, die mein &#8211; ausnahmsweise mal privates &#8211; Interesse weckte: <strong><a href="http://www.tuebingen.de/pressemitteilungen/25_25632.html" style="text-decoration: underline; color: #003366;">Ver&#246;ffentlichung von Einwohnerdaten im Adressbuch</a></strong>.</p>
<p>Was klingt wie ein schlechter Scherz, ist durchaus ernst gemeint, und es soll genau das, was die &#220;berschrift suggeriert &#8211; n&#228;mlich die Ver&#246;ffentlichung der Adressdaten s&#228;mtlicher Einwohner der Stadt &#8211; gemacht werden. In einem Buch, was dann auch noch kostenpflichtig verkauft werden soll.</p>
<p>Dr&#246;seln wir das ganze mal von hinten auf: Mit meinem Zuzug in diese Stadt bin ich gesetzlich verpflichtet, einige sensible personenbezogene Daten gegen&#252;ber der Meldebeh&#246;rde zu offenbaren. Andernfalls <a href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal/t/p0b/page/bsbawueprod.psml?pid=Dokumentanzeige&amp;showdoccase=1&amp;js_peid=Trefferliste&amp;documentnumber=1&amp;numberofresults=1&amp;fromdoctodoc=yes&amp;doc.id=jlr-MeldeGBWV3P17%3Ajuris-lr00&amp;doc.part=X&amp;doc.price=0.0&amp;doc.hl=1#jlr-MeldeGBWV3P36" style="text-decoration: underline; color: #003366;">drohen</a> empfindliche Strafen. Ich vertraue diese Daten also &#8211; schon mit einem unguten Gef&#252;hl und nur unter Zwang &#8211; einer Beh&#246;rde an, und gehe davon aus, dass diese dort sicher sind und nicht an Hinz und Kunz weitergegeben werden. Genau das w&#252;rde mit der Ver&#246;ffentlichung in diesem Adressbuch aber geschehen. Au&#223;erdem werden mit den per gesetzlichen Zwang gesammelten Daten pl&#246;tzlich kommerzielle Ziele verfolgt. Die Stadt (und eventuell an diesem Projekt beteiligte Verlage o.&#228;.) bereichern sich also an <em>meinen</em> Daten.</p>
<p>Aber Halt, es ist doch alle geregelt! <em>Selbstverst&#228;ndlich</em> kann ich der Ver&#246;ffentlichung widersprechen. So etwas nennt man Opt-out-Option, und diese ist zurecht als unseri&#246;s verp&#246;nt, und wurde als Einwilligung zur Datennutzung erst vor kurzen vom BGH f&#252;r <a href="http://.">unwirksam</a> erkl&#228;rt. Doch anscheinend gelten andere Regeln, wenn der Staat agiert.Also Opt-out. Wie es sich geh&#246;rt f&#252;r ein ein anst&#228;ndiges b&#252;rokratisches Gesetz ist alles gut geregelt, auch wann der B&#252;rger &#252;ber ein solches Vorhaben informiert werden muss, sowiedie Frist zum Widerspruch:</p>
<blockquote><p>
  […]sp&#228;testens zwei, jedoch nicht fr&#252;her als vier Monate vor der Ver&#246;ffentlichung oder &#220;bermittlung; dabei kann f&#252;r die Aus&#252;bung der Rechte eine Frist bestimmt werden, die nicht weniger als einen Monat betragen darf.<br />
  <a href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&amp;query=MeldeG+BW+%C2%A7+34&amp;psml=bsbawueprod.psml&amp;max=true">§ 34 (4) Nr. 2 Meldegesetz Baden-W&#252;rttemberg</a>
</p></blockquote>
<p>Diese Regelung trifft sich nat&#252;rlich sehr gut. Bei der geplanten Ver&#246;ffentlichung im Januar werden die Daten vermutlich zum Stichtag 11. Oktober an den Verlag &#252;bermittelt, und so kann man die Ver&#246;ffentlichung der Opt-out-Bekanntmachung exakt eine Woche nach Beginn der Sommerferien terminieren. In einer Zeit also, in der sich die halbe Stadt im Urlaub befindet und die andere H&#228;lfte die Zeitung allenfalls zu abendlichen entfachen des Grills verwendet &#8211; weil ja gerade dank Sommerloch noch weniger lesenswertes darin steht als den Rest des Jahres. Wenn dann alle wieder da sind, ist Frist, die genau betrachtet den minimal geforderten Monat nicht einmal ganz erreicht (von Ver&#246;ffentlichung am 04.08. bis &#8220;Ende August&#8221; ist es nun mal kein voller Monat mehr) l&#228;ngst verstrichen.</p>
<p>Ein solcher Zeitplan hat einige Vorteile. Die zus&#228;tzliche Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im B&#252;rgeramt kann so minimiert werden, und es steigt die Zahl der Datens&#228;tze, die ver&#246;ffentlicht werden k&#246;nnen. Was dem Absatz zutr&#228;glich sein d&#252;rfte, das Interesse und die Zahlungsbereitschaft der Abnehmer &#8211; man denke nur an schmierige Adressenh&#228;ndler, Post-Spam-Versender, Geheimdienste und was wei&#223; ich was noch f&#252;r zwielichtiges Volk &#8211; d&#252;rfte proportional zur Datenmenge sein.</p>
<p>M&#246;glich, und wohl auch wahrscheinlicher als berechnende Absicht ist, dass dieser f&#252;r den widerspruchwilligen B&#252;rger &#228;u&#223;erst ung&#252;nstige Zeitplan einfach so passiert ist, ohne das die hier skizzierten Konsequenzen zu bedenken. Keine dieser M&#246;glichkeiten l&#228;sst auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit zwangserhobenen, personenbezogenen Daten schlie&#223;en.</p>
<p>Die <a href="http://www.tuebingen.de/pressemitteilungen/25_11982.html">2005er Ausgabe</a> dieses Adressbuchs kostete 24,30 EUR &#8211; ein geradezu l&#228;cherlicher Preis f&#252;r die Adressdaten einer 80.000-Einwohnerstadt. Diese Ausgabe entstand noch unter der CDU-Oberb&#252;rgermeisterin Russ-Scherer, inzwischen ist ja bekanntlich der Gr&#252;ne <a href="http://www.tuebingen.de/25_2192.html">Boris Palmer</a> in T&#252;bingen OB. Und auch wenn Datenschutz nicht die oberste Kernkompetenz der Gr&#252;nen Partei ist, h&#228;tte ich ein solche gedankenlosen, unsensiblen und grob fahrl&#228;ssigen Umgang mit den pers&#246;nlichen Daten der eigenen B&#252;rger h&#228;tte ich hier so nicht erwartet.</p>
<p>Und es g&#228;be die M&#246;glichkeit, solchen Unsinn einfach bleiben zu lassen. Ohnehin frage ich mich schon, wie so etwas (und noch einiges mehr im baden-w&#252;rttemberg´schen Meldegesetz) mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informationelle_Selbstbestimmung">Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung</a> &#8211; und somit mit nichts geringerem als dem Grundgesetz &#8211; im Einklang gebracht werden soll. Dar&#252;ber sollten auch die Gr&#252;nen, und der T&#252;binger OB im speziellen, sich mal Gedanken machen. Hier wird ohne Not das Vertrauen der B&#252;rger in die Verwaltung missbraucht, mit welchen Intensionen auch immer. Im Zweifel nur deshalb, weil der OB einen thematischen Tunnelblick entwickelt und jenseits des gro&#223;en &#220;berthemas Klimaschutz und CO2-Einsparung gar nicht wahrnimmt, was seine Verwaltung sonst so treibt.</p>
<p>Von mir aus kann T&#252;bingen so lange <a href="http://www.tuebingen.de/18039_25166.html">blau machen</a> wie es will, aber bitte nicht beim Datenschutz.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Praktische Informationen:</span></p>
<p>Wer als T&#252;binger Einwohner* seine Daten nicht ver&#246;ffentlichen lassen m&#246;chte, muss dies bis Ende August f&#246;rmlich beim B&#252;rgeramt beantragen.</p>
<p>Anders als im Text auf der Seite des <a href="http://www.tuebingen.de/25_2924.html">B&#252;rgeramtes</a> beschrieben ist aber nicht das Formular &#8220;<a href="https://formulare.virtuelles-rathaus.de/servlet/com.burg.pdf.FillServlet?param1=08416041-01-0007&amp;query=1&amp;knr=08416041-01&amp;template=BW123005&amp;a=a.pdf">Auskunftssperre f&#252;r Melderegisterdaten</a>&#8220;, sondern das Formular &#8220;<a href="https://formulare.virtuelles-rathaus.de/servlet/com.burg.pdf.FillServlet?param1=08416041-01-0007&amp;query=1&amp;knr=08416041-01&amp;template=BW123000&amp;a=a.pdf">&#220;bermittlungssperre f&#252;r Melderegisterdaten</a>&#8221; das korrekte Opt-out-Formular. Mutma&#223;lich und ohne Gew&#228;hr, schlie&#223;lich bin ich kein ausgebildeter B&#252;rokrat. Besser man beantragt mal vorsorglich beider oder bittet die netten Mitarbeiter des B&#252;rgeramtes um Aufkl&#228;rung:</p>
<p><a href="mailto:buergerdienste@tuebingen.de">buergerdienste@tuebingen.de</a> /Tel.: +4970712042020 (Mo-Do 8-12 Uhr und 14-16 Uhr, Fr 8-12 Uhr)</p>
<p>&#8212;</p>
<p>*) Achtung, das betrifft auch alle, die noch bis zum Stichtag 11. Oktober neu nach T&#252;bingen ziehen</p>
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