Von gutmütigen Kapitalisten und Profistrippern

Seit ein paar Wochen spielt Kind1 mit Vorliebe Kaufladen. Was er mir schon alles verkauft hat! Zum Glück ist nicht so ein gnadenloser Turbokapitalist, dann wäre ich schon arm. Wenn man in seinem Laden sich etwas nicht leisten kann, öffnet er die Kasse und gibt einem das nötige Geld – man dann sofort wieder abzugeben hat. Ein bischen darf man meist auch behalten, das ist dann das Trinkbargeld. Irgendwie mag ich seine Art der Ökonomie.

Heute, beim zu Bett gehen, machte er dann den nächsten ökonomischen Entwicklungsschritt, hin zur Dienstleistungsgesellschaft. Meine Auffforderung, er möge sich doch nun ausziehen quittierte er kurzerhand mit

Das kostet aber was.

Und so musste ich für jedes Kleidungsstück ein paar Münzen in seine Spardose werfen.
Nun entspricht es nicht direkt meinen Moralvorstellungen, jemanden fürs ausziehen zu bezahlen.. Aber was tut man nicht alles, um das Kind pünktlich ins Bett zu bringen. Ich hoffe einfach darauf, dass sich der Berufswunsch in den nächten 14 Jahren nicht in Richtung Profistripper verfestigt.

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