Wo ein Weg ist, ist auch ein Wille

Der Umgang mit so einem Baby ist ja eigentlich ganz einfach, am Anfang jedenfalls: Da liegt es nur rum, kann nur lachen und schreien. Wenn es lacht, ist alles in Ordnung. Wenn es schreit, hat es entweder Hunger oder die Windel voll. Dann gibt man ihm ein Fläschchen oder wickelt es und schon lacht es wieder. Darüber hinaus kommt es überall mit hin mit ohne zu murren.

L. ist nun 13 Monate alt und ganz so leicht ist es mit ihr nicht mehr. Sie kann laufen und das tut sie besonders gern dorthin, wo sie nichts zu suchen hat. Sie kann klettern, aber nur nach oben. Und sie weiß inzwischen ganau was sie will. Und wohin.

Auf dem Weg nach Hause kommen wir fast immer an einem kleinen Spielplatz vorbei. Beziehungsweise: seit die Kleine sich statt im Kinderwagen lieber auf dem Dreirad schieben lässt kommen wir da eben nicht daran vorbei.
Bremsen kann sie zwar noch nicht, was sie nicht hindert in voller Fahrt abzuspringen und in Richtung Sandkasten zu tippeln. Wenn Papa nicht mitkommt, dann eben allein.

Mit unerwarteter Plötzlichkeit entwickelt sie gerade einen eigenen Willen, der manchmal schon an Dickköpfigkeit grenzt. Ich war davon einigermaßen Überrascht, vor allem weil sie ja noch nicht sprechen kann. Sie hat halt andere Methoden ihren Willen mitzuteilen. Und wenn es einfach “machen” ist.

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