drüben (9)

Bevor ich nun wieder den Blick nach drüben richte und ein paar Links vorstelle, die in den letzten zwei Wochen bei mir hängen geblieben sind, möchte ich eines klarstellen:

Auch mich beschäftigt das Thema Flüchtlinge und rechter Terror, sehr sogar. Es war das dominierende Thema der letzten Wochen und es waren meist schlechte, manchmal furchtbare Nachrichten, aber auch hoffnungsvolle Berichte über die Welle der Hilfsbereitschaft. Es gäbe zu diesem Thema auch jede Menge gute Artikel zu verlinken. Abgesehen davon, dass es einfach zu viele wären, halte ich dieses Thema für zu wichtig um es in dieser thematisch gemischten Linksammlung zu behandeln. Statt dessen möchte auf die Sonderausgaben der “Woanders”-Artikel zum Thema Flucht und Fremdenfeindlichkeit bei den Herzdamengeschichten verweisen, derer es inzwischen drei gibt: Eins, Zwei, Drei.


Davon ab, was gibt es sonst so – drüben?


Papaganda war mit seinen Kinder drüben auf dem Campingplatz und sein Bericht macht richtig Lust auf unseren im nächsten Jahr geplanten Campingurlaub: Gewitter, Blitzschlag, nächtliche Irrfahrten, misstrauische Zollbeamte, Bienenstich, Platzwunde, Notarzt, früher nach Hause. Eine Urlaubs-Katastrophe, die vermutlich nur mit der stoischen Ruhe zu überstehen, die dieser Bericht ausstrahlt.

http://papaganda.org/2015/08/31/urlaub-mit-den-kindern-bienen-blut-und-blitze/


Drüben bei Astrodicticum simplex erklärt Florian Freistetter, was das Sonnenlicht mit Bier so macht, warum Bier in braune Flaschen abgefüllt wird und was das alles mit Stinktieren zu tun hat. Auch ich als gelegentlicher Hobbybrauer habe da noch was lernen können.

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/08/30/der-einfluss-der-sonnenstrahlung-auf-das-bier/


Hohe Mieten sind inzwischen ein echtes Problem. Als Mieter in Tübingen, wo beständig die Nachfrage das Angebot auf dem Wohnungsmarkt übersteigt, kann ich ein Lied davon singen. Vermutlich von den Lobbyisten der Immobilienwirtschaft ausgebremst versucht die Bundesregierung gerade ziemlich halbherzig mit der “Mietpreisbremse” etwas gegenzusteuern. Und was macht zeitgleich ihre Verwaltung, namentlich das Finanzamt, wenn private Vermieter sich nicht an ihren Mietern bereichern wollen? Sie unterstellt “Liebhaberei” und macht durch Druck, die Mieten zu erhöhen – nachzulesen drüben bei der TAZ.

http://www.taz.de/!5213563/


Der See, in dem Patrick Swayze und Jennifer Grey die berühmte Hebefigur übten – ich spreche natürlich von Dirty Dancing (für die Jüngeren: das ist ein Tanzfilm aus den 1980ern, nichts Unanständiges) – dieser See jedenfalls, läuft aus. Drüben im Fischblog erklärt Lars Fischer, warum.

http://www.scilogs.de/fischblog/warum-verschwindet-der-see-von-dirty-dancing/


Nochmal drüben bei Astrodicticum simplex gab es im August einen Blog-Schreibwettbewerb, bei dem unter anderem ein Text über Risiko eingereicht wurde. Etwas ausführlicher als ich das Thema selbst schon einmal in einen völlig anderem Kontext gestreift habe, geht es da vor allem um Risikoabschätzung in Technik und Industrie. Das allein ist schon interessant.
Ich empfehle aber auch Eltern, Großeltern und allen anderen, die mit Kindern umgehen, zu versuchen, diese Denkweisen zur Risikobewertung dabei anzuwenden. Dabei scheint mir nämlich weit verbereitet, dass zwar ziemlich klare Vorstellung zu möglichen Schadensausmaßen – insbesondere zu worst-case-Szenarien – bestehen, die zugehörige Wahrscheinlichkeit aber nur sehr schlecht oder gar nicht bei Entscheidungen, was das Kind darf oder nicht, berücksichtigt wird. Es wird immer nur bedacht, was alles passieren kann, aber nicht, wie wahrscheinlich das ist. Was dann z.B. zu den berüchtigten Helikopter-Eltern führt .

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/09/07/risiko/


Ich wünsche viel Spaß, Erkenntnis und/oder Kontroverse mit diesen Links, Lob und Widerspruch gerne in den Kommentaren (bevorzugt direkt im Blog, liebe Facebook-User), und natürlich: eine schöne Woche!

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