drüben (7)

Nach längerer Pause wage ich auch wieder den Blick nach drüben, über den Tellerrand , hinter den Horizont der eigenen Erfahrung und möglichst auch aus der Filterbubble heraus. Oder, mit etwas weniger Pathos: es folgen die Links der Woche:

Drüben bei WDR 5 bin ich auf einen kurzen Text zur der vor einiger Zeit mit viel Marketing-Tam-Tam angekündigten Fernverkehrsoffensive der Deutschen Bahn. Man mag ja von solchen Ankündigungen halten was man will. Vor dem Hintergrund schwieriger werdender Marktbedingungen für den Personenverkehr der Deutsche Bahn – Stichworte: Fernbusse, Billigflieger, Ausschreibungen im Regionalverkehr – finde ich das Konzept allemal interessant.

Nach diesem Verkehrs- und Businessthema geht es sehr viel menschlicher weiter: Drüben beim kurzhaarschnitt lernen wir die “hutzelige, kleine, etwas verplante” Oma des Autors kennen, ihre Lebens- und Fluchtgeschichte und was das damit zu tun hat, wir heute Flüchtlinge behandeln und behandeln sollten.

Zur prekären Situation offener WLANs in diesem ach so tollen Land lohnt es kaum noch etwas zu sagen. Drüben bei der Berliner Zeitung fasst man die Misere trotzdem noch einmal gut zusammen und benennt auch die einzig wirklich sinnvolle Lösung: Störerhaftung ersatzlos streichen. Wenn jemand darauf wetten möchte, ich setze dagegen.

Und noch eine Misere, die uns wohl die CSU eingebrockt hat, wird drüben bei der TAZ beschrieben: Für ein paar populistische Wahlkampfmanöver wurde mal eben die Grundidee des geeinten Europas über Bord geworfen: die Freizügigkeit. Ich könnte kotzen.

Schlimmer gehts immer. Denn während EU-Ausländer wenigstens nur von einer kaltherzigen Bürokratie aus dem Land geworfen werden, lässt diese Land andere gar nicht erst rein und lieber im Mittelmeer ertrinken. Eine pragmatischen, wenn auch auf den ersten Blick etwas radikalen Lösungsansatz skizziert ein Migrationsforscher drüben beim Stern. Seine These: Grenzen auf, die Menschen kommen sowieso. Die Frage ist nur, wie viele dabei sterben müssen.

Nach ein diesen Frust-Themen noch etwas Positives: Offenbar gibt es selbst in der ansonsten weitgehend moralfreien Bankenbranche rühmliche Ausnahmen. Zumindest lese ich nicht zum ersten Mal, das die GLS-Bank eine solche sei. Eine ihrer IBAN-Nummer wurde jetzt im Zuge der Landesverrat-Ermittlungen gegen netzpolitik.org zu einer kleinen Berühmtheit, nämlich als Spendenkonte für die bebrohten Blogger. Dazu und zur GLS-Bank allgemein gibt es drüben bei der Flaschenpost ein kurzes Interview mit einem Vertreter des Unternehmens.

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