07/2015

Aus Gründen verschlug es mich nach Kornwestheim – und der gemeine Verkehrsmensch denkt bei diesem Namen immer auch das schöne Kürzel „Rbf“ mit.

 

Also musste ich dann auch noch wenigstens einen Blick auf den Rangierbahnhof werfen. Dank Googlemaps hatte ich mir schnell eine geeignete Stelle gefunden, eine Straßenbrücke über den nördlichen Teil der Anlage. Wie sich herausstellte wirklich gut gelegen, um den Betrieb zu beobachten – am Ende der Einfahrgruppe, genau über dem Ablaufberg und mit Panoramablick auf die Richtungsgruppe mit den vorgelagerten Gleisbremsen.

 

Zuerst dachte ich, es wäre nichts los, aber dann wurde unter mir ein fertiger Zug aus der Richtungsgruppe gezogen und direkt danach zwei Züge abgedrückt.

 

Die theoretischen Grundlagen eines solchen Bahnhofs habe ich ja im Studium mal vertieft gelernt. Sogar Berechnungen zur Dimensionierung und zur Leistungsfähigkeit solcher Anlagen habe da vorgenommen.

 

Erst jetzt, da die Wagengruppen im Gegenlicht der tief stehenden Sonne abliefen, fiel mir auf, das ich so etwas noch nie live gesehen hatte.

 

Aus dem kurzen Blick wurden dann fast anderthalb Stunden und mein Plan, vor dem einsetzenden Feierabendverkehr schon wieder südlich von Stuttgart zu sein, hatte sich damit erübrigt.

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