04/2015

 

Die erste längere Reise zu viert. Was vor der Geburt der Motte so gut eingespielt war, ist völlig eingerostet. Abfahrt erst nach 11, geplant war um 9. Unterwegs läuft es dann – allen Befürchtungen zum Trotz – viel besser als gedacht. Die beiden Kinder kommen gut auf der Rückbank zurecht, auch ohne Mama. Und auch ohne aufwändiges Unterhaltungsprogramm. Entweder wird geschlafen oder gesungen. Ansonsten reicUht der Blick aus dem Fenster als Ablenkung. Klar, zwei ausgedehnte Pausen müssen sein, was die Fahrzeit zwar nicht verkürzt, dafür die Reise merklich entspannt. Auch zwei Zwischendurchfütterungen werden notwendig, weil die Kleine jedesmal genau eine Viertelstunde vor einer Raststätte Hunger bekommt. Dafür muss sich die Herzdame ganz schön verrenken. In diesen Momenten wünscht man sich schon ein etwas größeres Auto. Aber auch nur dann, ansonsten funktioniert unser kleiner Fabia auch mit zwei Kindern wunderbar.

Grund der Reise: Mama’s 60. Geburtstag. Große Familienfeier. Die viel besser ist, als das jetzt vielleicht klang. Das Baby wird allseits bewundert. Irgendwie macht einen das ja doch stolz. Von den größeren Kindern kommen inzwischen auch fünf zusammen, zwischen 3 und 11 Jahre alt. Obwohl sie sich zum Teil nur im Jahresrhytmus treffen, raufen sie sich sofort wieder zusammen, als ob sie sich jedenTag sehen würden. Uns Eltern geht es ganz ähnlich. Man findet sofort ein Gesprächsthema, erzählt sich die gleichen Geschichten von den schöne Erlebnissen mit den Kindern. Aber auch von den gleichen Problemen und den täglichen kleinen Niederlagen bei dem, was eigentlich Erziehung werden sollte. Tenor: alles normal, alles gut, passt schon. Noch’n Bier, noch ein Campari-Orange? Klar, die Kinder sind gut betreut, von Omas und Opas, Tanten, Onkel und auch gegenseitig. Wann wenn nicht jetzt? Prost! Morgen geht es wieder anders zu, im Zweifel auch schon morgen um Vier.

 

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