03/2015

Der Alltag ist endgültig wieder zurück. Allerdings ist er gar nicht so grau, wie das Bild suggeriert.

 

Im Gegenteil: das Bild entstand bei meiner sonntagmorgendlichen Kinderwagenrunde. Die Nacht war frostig und die Sonne brach sich gerade Bahn, verwandelte den reichlich vorhanden Raureif in Nebel. Die kahlen Bäume waren erst auf kurze Distanz wirklich zu erkennen, standen dann aber als feingliedrige Silluetten vor der vom Nebel fahlen Sonne und. Machten den Eindruck. Ein wunderschöner Anblick der, zwar selbst grau in grau, vom Alltag wunderbar ablenken konnte.

 

Natürlich können wir diese Kinderwagenrunde auch nicht einfach weglassen, unser Baby braucht diese Zeit der Ruhe an der frischen Luft. Sie ist also selbst Teil unseres Alltag. Und so geht es mir ganz oft:

 

Die wöchentliche Turnstunde mit meinem Sohn. Stress pur. Denn ich muss pünktlich Feierabend machen und abends wird es an diesen Tagen oft später, bis Junior schläft. Aber es ist auch immer ein kleines Wochenhighlight. Es macht einfach so viel Spaß, den Kleinen durch die Turnhalle düsen zu sehen. So viel Energie ist einfach ansteckend.

 

Genau so auch im Job: Die überfälligen Aufgaben häufen sich schon wieder, dabei haben die „großen“ Projekte noch gar nicht wieder Fahrt aufgenommen. Die notwendig-üblen Routinearbeiten nerven und kosten Zeit.

Dann geht aber wieder mal eine Umleitung oder ein Fahrplanprojekt in Betrieb und die Fahrgäste unmittelbar die Ergebnisse meiner Arbeitet wahrnehmen. Ich ziehe viel Energie daraus, wenn meine Arbeit gut funktioniert. Wenn das auch die Kunden so sehen.  Obwohl das nur durch ausbleibende Beschwerden feststellbar ist, denn positives Feedback kommt so gut wie nie vor.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Alltag mag zurück sein. Solange er so bunt, so abwechslungsreich und voller motivierender Erlebnisse ist, muss das wirklich nichts schlimmes sein.

 

Allerdings muss man diese Highlights auch erkennen, bewusst wahrnehmen und im Zweifel selbst für welche sorgen.

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