2013 -> 2014

Was war, was wird.

Kein Mensch liest Jahresrückblicke. Und aus guten Vorsätzen wird auch nie was. Dann kann ich ja auch beides kombinieren:


Familie

Sohnemann wächst und gedeit. Ist in seiner Kita richtig “angekommen” und fühlt sich wohl. Abgesehen von den klein Katastrophen (wie z.B. überflutete Keller) läuft das Familienleben richtig gut. Solangsam verschwanden die letzten Unsicherheiten von uns “Erstlingseltern” und der kleine bewegt sich immer sicher auch mal allein in unserem Haus und Garten. Im Sommer zwar nicht der erste Urlaub mit ihm, aber zum ersten mal mit längerer Anfahrt (Ost- statt Bodensee) und mehr als ein paar Tage. Passt.

So kann´s gerne bleiben. Wird es natürlich nicht. Der Kleine wird 2014 schon 3, da ändert sich immer noch so viel und so schnell. Und wer weiß, was noch alles kommt.


Fotografie

Wird unwichtiger als Hobby, bleibt wichtig zum festhalten von persönlichen Erinnerungen. Mein alter Workflow – Shooting mit DSLR, Nachbearbeitung in Lightroom, Bereitstellung in Sets – funktioniert nicht mehr richtig. Die DSLR ist zu groß und zu schwer, um sie immer dabei zu haben. Nachbearbeitung mit Lightroom wird zu aufwändig, vor allem weil der iMac nicht in unserem Wohn-Arbeits-Ess-Kinder-Zimmer steht. Die Bilder entstehen nicht mehr vorrangig als Serie zu bestimmten Events, sondern vereinzelt en passent im Alltag. Sets werden also unwichtiger, Einzelbilder wichtiger.

Darum habe ich die Bilder vom Sommerurlaub noch immer nicht sortiert und bearbeitet, was mich ganz schön ärgert. Seit dem Sommer hatte ich dann auch die große Kamera liegen lassen und habe ausschließlich mit dem iPhone fotografiert. Easy-peasy. Ich befürchte aber, dass ich das bereuen werde, wenn ich die Bilder mal auf dem großen Bildschirm anschauen oder ausdrucken werde.

Von daher überlege ich, wie es hier weitergehen soll. Erstmal werde ich wohl versuchen, die DSLR (vieleicht auch wieder die Kleine 500D) wieder zu benutzen und den Workflow damit alltagstauglicher zu machen. Etwa durch Eye-Fi-Karten, falls man die auch im CF-Slot betreiben kann. Oder durch ein Lightroom-Instalation auf dem MacBook. Das hat zwar den deutliche kleineren Bildschirm, dafür ist es überall und jederzeit verfügbar.

Denkbar wäre aber auch, dass ich den ganzen DSLR-Kram verkaufe und das Geld in eine gute Kompakte investiere, irgendwas aus der Fuji X-Serie. Mal sehen.


Brauen, käsen, kochen

Mitte des Jahres war habe ich mein erstes Bier selbst gebraut und mir damit ein völlig neues Hobby erschlossen. Inzwischen habe ich vier Sude gebraut und damit rund 80 Liter Bier selbst hergestellt. Dieses Bier zu habe und zu trinken war natürlich ein starker Antrieb. Aber auch ein Lebens- oder Genußmittel (die Grenze ist ja fließend) selbst herzustellen, das man sonst fast nur industriell genormt vorgesetzt bekommt. Damit ging natürlich einher, sich mit den Zutaten, dem Herstellungsprozess, den historischen, chemischen und biologischen Hintergründen im Detail auseinander zu setzen. Ich kann damit auch viel besser als vorher die Qualität von Kaufbier einschätzen und mir auch gezielt Bier auf großindustrielles Einheitsgesöff verzischten und auch bei Kaufbier lieber solches aus handwerklich arbeitenden Kleinbrauerein nehmen.

Auch 2014 wird natürlich weiter gebraut. Unterm Weihnachtsbaum lag ein Malzmühle, so dass ich einen weiteren Arbeitsschritt selbst durchführen und ab sofort ungeschrotetes Malz kaufen kann. Auf der Liste der Brauvorhaben stehen neben konventionellen Bieren wie Münchner Helles oder Märzen auch ein paar exotischere Rezepte, die eher als Experiment zu sehen sind. Allem vorran ein belgisches Lambic Framboise, dem während oder nach der Hauptgährung Himbeeren zugegeben werden, die dann über mehrere Monate, wenn nicht Jahre ebenfalls vergoren werden. Ein entsprechende Fass steht schon breit und ich bin gespannt, ob dieses Experiment gelingen wird.

Und mit Selbermachen und Experimentieren geht es gleich weiter. Denn aufgrund dieser Erfahrungen beim Bier brauen werde ich auch in die Käserei einsteigen. Dazu muss ich aber erstmal Kontakt zu einem lokalen Milchbauer aufnehmen. Auch wenn ich sicher kein fanatischer Bio-Körnerfresser werde, man wird schon etwas sensibler beim Kauf von Lebensmitteln, wenn man sich mal näher mit ihnen beschäftigt.


Blog

War im letzten Jahr mit viel Output fulminant gestartet, diese Schlagzahl konnte ich nicht lange halten, obwohl mir das ganz gut gefallen hatte. Letztlich hatte ich mit zu viele Zwänge selbst auferlegt – mehrere im Wochenrhytmus angedachte Formate, dazu noch mein kleines wöchentliches Fotoprojekt.

Darum wil ich es nun mal ganz locker und offen angehen. Es wird persönlich bleiben, wie gewohnt. Außerdem möchte ich meine Aktivitäten bei meinen alten und neuen Hobbies hier dokumentieren, Netzfundstücke posten und auch wieder ab und zu eigene Fotos zeigen. Alles mögliche also, aber so wie und wann es passt.


Arbeit

Wird von Beruf(ung) immer mehr zu Job. Leider. Mehr gibt dazu nicht zu sagen.

Ein Kommentar zu “2013 -> 2014

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