Tagebuchbloggen 11/2013 – Instantzaun, Chef im Urlaub und ein Runder Tisch

Junior wird immer mobiler und weil der Frühling kurz bevor steht (hört, hört) und unser Garten eigentlich ein Vorgarten ist, bestand akuter Handlungsbedarf. Denn am liebsten rennt der Kleine natürlich immer genau da hin, wo er nicht hin soll. In Nachbars Garten locke eine steile Kellertreppe zum runterstürzen und noch viel spannender: die Straße. 

Klar: erziehen. Aber auch: ein Zaun. Obwohl wir damit eine seltene Ausnahme in der näheren und weiteren Nachbarschaft sind. Um da nicht allzu kritische Blicke zu provozieren, aber auch zur Unterstützung der eigenen Faulheit wurde es letztlich ein Instant-Zaun: Einfach heißes Wasser drübergießen, umrühren, fertig. Naja, fast. Es sind fertig kleine Zaunsfelder, die man einfach in die Erde stecken kann. In 30 min hatte ich gute 20 m aufgebaut. Und den Nachbarn kann man glaubwürdig versichern, das der Zaun genauso schnell wieder abgebaut ist.

Viel erzählt auch im Vorfeld zum Thema Urlaubsübergabe. Ein Übergabegespräch mit dem Vertreter solle man führen, ihm eine Aktenvermerk mit den wichtigsten anstehend Aufgaben übergeben und natürlich das Emailpostfach freischalten. 

Nun ging der Chef selbst in den Urlaub, für das Übergabegespräch mit mir blieben 5 min. Schriftlich gabs nichts und die Emails liest er lieber selbst auf seinem Diensthandy. 

Aber ich will nicht klagen: mehr wäre auch nicht nötig, gewesen. Also: Schönen Urlaub noch, Chef – läuft alles!

Lieber im Urlaub wäre ich natürlich auch, vor allem wenn die Alternative „Runder Tisch“ heißt. Runde Tische kommen ja gerade schwer in Mode unter dem Stichwort „Bürgerbeteiligung“. Nur dass da keine Bürgerbeteiligung stattfindet, sondern allenfalls Querulanten- und Interessenvertreterbeteiligung.

Die einen ignorieren sämtliche bereits ausgehandelte, fest vereinbarte und beschlossen Festlegungen und beginnen die Diskussion immer wieder bei Null. Die Anderen bringen immer wieder ihr jeweiliges Partikularinteresse vor, je lauter, penetranter und weniger kompromissbereit umso besser.

Nur sinnvolle Ergebnisse sind dabei nicht zu erwarten. Außer die Beibehaltung des status quo, egal wie bescheiden dieser ist.

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