Fehler und Fehlervermeidung bei Lokalzeitungen

Kurzer Nachklapp auf meinen kleinen Rant über das Schwäbische Tagblatt:

Neben der (meiner Meinung nach falsche) Entscheidung für ein Paywall kritisierte ich dort ja auch die Fehlerhäufigkeit in der Berichterstattung.

Wenn ich mir so anschaue, wie Zeitungsredaktionen arbeiten (müssen), sind Fehler in Artikel kaum zu vermeiden. Es wir ja sehr breit über eine große Vielfalt an Themen berichtet. Nun kann niemand sich auf allen Gebieten auskennen, auch kein Journalist. Außerdem ist die Zeit für Recherche und Nachfragen knappe, wenn man tagesaktuell berichten möchte. Es wird also zwangsläufig immer wieder zu Missverständnissen, Fehlinterpretationen und Wissenslücken kommen, die letztlich zu sachlichen Fehlern in den Artikeln führen.

Anstatt in einer Eigenlobtirade eine unnütze Paywall schönzuschreiben, könnte man diese Tatsache einfach mal eingestehen und versuchen, etwas dagegen zu tun.

Wie das gehen kann, sah ich vor kurzem auf der Webseite einer anderen Lokalzeitung, mit der ich mich hin und wieder beschäftige – Der im Verlag M. DuMont / Schauberg erscheinenden Mitteldeutsche Zeitung auf Halle/Saale. 

Dort gibt es unter jedem Artikel nicht nur die üblichen Facebook-, Twitter-, Email- und Drucken-Buttons, sondern noch einen weiteren:

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Ein Kommentar zu “Fehler und Fehlervermeidung bei Lokalzeitungen

  1. Prinzipiell ist das ja eine gute Idee, aber auch das muss wieder eine bezahlte Arbeitskraft machen. Und wieso sollte ich beim Tagblatt einen Fehler melden wollen? Schließlich hab ich für den Artikel dank Paywall ja nun bezahlt, da will ich nicht auch noch zum Mitmachkunde werden, da erwarte ich eine Leistung.

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