Tagebuchbloggen 10/2013 – Kind krank

Nach dem ersten Wochenende, an dem sich die Sonne wieder einmal zeigte und uns raus in den Garten und auf den Spielplatz lockte, wurde das Kind erstmal krank. 

Seit Dienstag bis zu 40 °C Fieber, der Kinderarzt diagnostiziert einen vitalen Infekt. Geht gerade rum, nichts Ernstes. Junior geht’s trotzdem wirklich schlecht. Es ist ein Jammer zu sehen, wie dieser sonst so quirlige und aufgeweckte Junge nur noch traurig herumsitzt – am liebsten auf Mamas oder Papas Arm, was auf Dauer ganz schön anstrengend wird. 

Am Freitag klingt das Fieber dann endlich ab, dafür hat er am späten Nachmittag am ganzen Körper kleine rote Punkte. Nach telefonischer Rücksprache mit der Oma – zufällig ein Ärztin – steht ein unschöner Verdacht im Raum: Scharlach.

Also machen wir uns etwa eine Stunde bevor das kranke Kind eigentlich ins Bett soll auf dem Weg zur Kinderklinik. Dort höre schon vor der Anmeldung mehrmals Entschuldigungen wegen langer Wartezeiten. Diese werden uns dann vorsichtshalber auch angekündigt. Junior sieht zwar inzwischen auch im Gesicht aus wie ein invertierter Fliegenpilz, ansonsten geht es ihm aber merklich besser. Im Gegensatz zu den anderen wartenden Kindern, die im Halbschlaf auf den Schößen ihrer Mütter sitzen düst er durch den Wartebereich und entert die Spielgeräte. Nach einer Stunde Wartezeit ruft man uns auf, ging ja noch. Ein kurze und gründliche Untersuchung, dann steht fest: kein Scharlach. Entwarnung. Die roten Punkte kommen wohl auch bei viralen Infekte öfter mal vor, meist am letzten Fiebertag. 

Beruhigt und guter Hoffnung fahren wir nach Hause. Der kleine ist dort noch eine ganze Weile wach, obwohl er längst schlafen sollte. Irgendwann nach 10 schläft er endlich ein, wir wenig später auch – froh, dass diese verkorkste Woche endlich zu Ende geht.

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