betriebsblind

Derzeit wird gerade „You had one job“ in meiner Filterbubble rumgereicht. Ein wenig fühlte ich mich heute als Kandidat für diese Seite. Nur gut, dass sich mein Fehler nicht so gut bebildern lässt.

Kurz vor Feierabend sendete die Leitstelle plötzlich panische Hilferufe in meine Richtung. Der Verkehr auf unserer Stammstrecke breche gerade zusammen, die Busse brauchen gerade über 20 min für eine Strecke von vielleicht 500 Meter. Alles zugestaut.

Was war passiert? Natürlich: eine Baustelle. Auf der Abflussstrecke des Autoverkehrs. Auf einer Strecke, die gar nicht von Buslinien befahren wird. Darum hatte ich die Baustelle nach Kenntnisnahme der Pläne auch gleich wieder vergessen. Das war vor ungefähr drei Wochen.

Leider stellte sich nun, am ersten Tag der Sperrung, die Umleitungsstrecke für den Autoverkehr als nicht leistungsfähig genug heraus, zumindest im nachmittäglichen Berufsverkehr. Ergebnis: Rückstau auf eine von vielen Buslinien genutzte Straße, massive Verspätungen, Fahrtausfälle, Chaos.

Und das Schlimme ist ja: das hätte ich wissen können. Hätte in aller Ruhe im Vorfeld Gegenmaßnahmen planen können. Statt dessen: Betriebsblindheit – wir fahren da nicht, also geht es mich nichts an – z.d.A.!

Aber: Bis zum morgigen Feierabendverkehr bleiben ja noch ein paar Arbeitsstunden. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht ein paar hoffentlich wirksame Gegenmaßnahmen auch unter extremen Zeitdruck organisiert bekäme. Unter Druck arbeitet es sich ja doch viel besser.

Ein Kommentar zu “betriebsblind

  1. Der Mensch macht Fehler. Schön ist das nicht – aber auch nie ganz zu vermeiden. Anscheinend haben das alle verstanden, außer Arbeitgeber und Exfreundinnen.

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