Bücher in freier Wildbahn – Bookcrossing entdeckt, vergessen und wiederentdeckt

Vor fast genau fünf Jahren fand ich in einer Telefonzelle im Französischen Viertel ein Buch. Es war meine erste direkte Begegnung mit Bookcrossing – ein Dienst, mit dem man ausgelesene Bücher weitergeben oder „freilassen“ kann, um sie anderen zur Verfügung zu stellen. Die Bücher bekommen dabei ein eindeutige ID und sind damit frackbar. Eine mit Sinn angereicherte Variante der von Geocaching bekannten Travelbugs und Geocoins also.

Ich war gerade frisch nach Tübingen gezogen nachdem ich zweieinhalb Jahre in ostsächsischen Provinz verbracht hatte und war restlos begeistert dieser jungen, dynamischen Stadt. In der alles möglich erschien, was an meinem alten Wohnort mangels interessierter und für Neues offener Menschen schlicht nicht stattfand. Bookcrossing zum Beispiel.

Also packte ich das Buch ein, meldete mich bei Bookcrossing an, nahm mir vor es zu lesen und zusammen mit anderen ausgelesenen Büchern wieder freizulassen. 

Diese Pläne gerieten dann leider schnell in Vergessenheit und das Buch verstaubte zusammen mit den anderen im Regal. Wie das so ist.

Durch einen Artikel über einen Künstler, der einfach mal überzähliges Geld an fremde Menschen verschenkt bin ich nun wieder auf Bookcrossing aufmerksam geworden. Geld habe nun nicht zu verschenkten, ein paar schöne Bücher aber schon. Wer also in Tübingen neuen Lesestoff braucht sollte die Augen offen halten. Denn Bookcrossing wird hier offenbar sehr aktiv betrieben. Derzeit sind in Tübingen mehr Bookcrossing-Bücher verfügbar …

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… als in ganz Sachsen.

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Und hier noch Info´s zu den freigelassenen Büchern:

„Der Wohltäter“ von Irwin Shaw  und

„Kind 44“ von Tom Rob Smith.

Wer Thriller mag und demnächst im Franz. Viertel in Tübingen vorbeikommt, darf gerne zugreifen.

 

 

 

 

 

 

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