Tschechische Sprachökonomie (nicht nur) für Twitterer

Sprachökomomie wird immer wichtiger. Oft hat man nur eine begrenzte Anzahl Zeichen zur Verfügung, nur 140 Zeichen stehen zum Beispiel bei bei Twitter zur Verfügung.

Plappermaul wie man nun mal ist, sucht man stets nach Möglichkeiten, in diesem Rahmen möglichst viel mitzuteilen. Abk. s. e. gängig. Mittel, wie man sieht aber kein Schönes.

Man könnte auch auf Japanisch oder Chinesisch ausweichen, da ist ja meist ein Zeichen gleich ein ganzes Wort. Natürlich müsste man das vorher lernen und sämtliche Freunde und Twitter-Follower auch. Nicht gerade praktikabel.

Die Lösung: Tschechisch.

Gut, Tschechisch können nun auch die Wenigsten, aber es ist gar nicht notwendig, die Sprache selbst zu verwenden, es darf ruhig weiter in Deutsch oder Englisch getextet werden. Allerdings mit tschechischer Notation.

Ein Beispiel: Das aus gegebenen Anlass gerade häufig verwendete, schöne Wort „Schlittschuh“ verbraucht in der deutsche Notation volle 12 Zeichen. Völlig unnötig, wenn man es tschechisch schreibt kommt man mit weniger als der Hälfte aus:

Šličů

Sie sehen: Doppelte Informationsdichte pro Tweet dank Tschechischer Sprachökonomie!

Ein Kommentar zu “Tschechische Sprachökonomie (nicht nur) für Twitterer

  1. Der halblinguistische Pedant in mir muss nun anmeckern: Das hat ja mit Tschechisch als Sprache nichts zu tun sondern mit der Art, wie tschechisch geschrieben wird. Und genau das ist ja auch der Vorschlag hier: Deutsch als Sprache bleibt gleich, aber die Art wie es geschrieben wird, müsste mal geändert werden.

    Aus Informatikersicht ist die Informationsdichte übrigens nicht doppelt. In UTF8-Kodierung brauchen die tschechischen Sonderzeichen bis zu theoretisch vier Bytes, während die Buchstaben des Alphabets (ohne Umlaute) mit einem Byte auskommen. Nur mal um die Korinthe vollends zu Ende zu kacken. :-)

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