drüben (2)

Zweite Runde des Blicks nach drüben, die Links der Woche:

Drüben bei „Auch nicht anders“ wird der ARD mal erklärt, warum alle immer über den Tatort meckern. Weil wir nicht bekommen, was wir wollen.

Drüben bei der Zeit berichten sie vom Zoo in Münster, wo die Besucher in der Nebensaison die Höhe des Eintrittspreis selbst festlegen durften. Das Experiment des Preismodells „Bezahl wieviel du willst“ hat zum besucher- und einnahmestärksten Dezember seit Eröffnung des Zoos geführt. 

Drüben bei bildwerk3 werden Berlin-Bilder von „Ostkreuz“-Fotografen Julian Röder gezeigt. Ob es die Schwaben nun trotz oder wegen dieser typischen Berlin-Stimmung dort hin zieht?

Drüben bei Spiegel Online erklärt Sascha Lobo nochmals,  warum gerade Deutschland zu einem technischen Entwicklungsland  wird. Es fehlt der politische Wille, die notwendige Infrastruktur aufzubauen, um dies zu verhindern. Und der Markt das eben nicht regelt. Leider ist davon auszugehen, das solche Mahnungen an den entscheidenden Stellen ungehört bleiben.

Drüben bei Testspiel lernen Väter von Töchtern endlich Zöpfe binden. Nicht ohne technische Hilfsmittel, dafür hocheffizient.

Drüben im Segelradio plaudern Hinnerk Weiler und Stephan Boden vom Segeln auf eigentlich viel zu kleinen Booten. Ich kann ja nicht segeln und bin bisher auch noch nicht mal irgendwo mitgefahren. Das Segelradio macht aber zuverlässig Lust genau darauf.

Drüben bei den Herzdamengeschichten wird ein weiteres Kapital des Buchs „Deutschland digitales Entwicklungsland“ aufgeschlagen: WLAN in Hotels, das nie endende Trauerspiel. Dann lieber doch zum Urlaub ins Ausland.

Der nsonic hat sich eine SSD für sein altes MacBook Pro gekauft und das geht natürlich nicht ohne einen epischen Blogartikel bei sich drüben. Wer also auch vor hat – und bei mir steht das eventuell mal an – eine alten Laptop von seiner lahmen Festplatte zu befreien und mit einer flinken SSD zu ersetzten: Da steht wie´s geht. 

Drüben bei ifun wird wieder ein mal über die GEMA gerantet. Leider wie immer zurecht. Denn nicht nur dass die GEMA an Verkäufen von Smartphones mitverdient und dieses Geld dafür einsetzt, diese Geräte ein in ihrer Nutzbarkeit einzuschränken – nein, nun habe sie offenbar auch noch die Space Night des Bayrischen Rundfunks auf dem Gewissen. Was soll man nun bloß tun in schlaflosen Nächten?

Inspiriert durch meinen kleinen Beitrag zur „Umgestaltung“ des Wohngebiets Wennfelder Garten erzählt drüben der Gsallbahdr, warum er ungewollt nicht mehr in Tübingen wohnt. Die Zustände haben ihn vertrieben, ich frage mich was man eher ändern sollte oder kann: die viel zu hohen Wohnkosten oder die prekäre Unterbezahlung unseres akademischen Personals?

Drüben fragt sich Peter Wilke, ob wir angesichts der Marktmacht wichtiger Diensteanbieter im Netz wie Facebook und Gppgle ein öffentlich rechtliches Internet brauchen. Vielleicht. Aber ich denke, gut würde sicher das nicht werden. Siehe die bisherigen Versuche wie DeMail oder ähnlicher Quatsch.

Drüben in ladyitaly’s Blog stellt man mal wieder fest, das die Welt schlecht ist. Und das vielleicht nicht immer nur „das ganze System“ daran Schuld ist. Wir ollen Miesepeter mit unserer ewigen Nörgelei. Für weniger Miesepeter, für eine bessere Welt :-)

Eigentlich wäre das ja ein perfekter Abschluss dieser Linkrunde gewesen und eigentlich wollte diesen lächerlichen Schwabenstreit in Berlin gekonnt ignorieren. Aber sogar drüben bei der New York Times wird das Thema aufgegriffen. Und zwar mit einer Ernsthaftigkeit, als stünden wir hier kurz vor dem Ausbruch eines Bürgerkriegs oder der Teilung des Landes:

Separatists have escalated a growing conflict in the heart of the German capital. Their weapons of choice were delicious egg noodles, their victim a woman made of bronze.

A statue of the artist and activist Käthe Kollwitz was defaced with the southern German specialty known as spätzle, the latest episode in an escalating quarrel between Berliners and German migrants from Swabia, a region just west of Munich.

Köstlich.

Ein Kommentar zu “drüben (2)

  1. Danke für den Link. Ich bin noch da, in Tübingen. Steht über meinem Post. :) Aber das war in meinem Fall nur möglich, weil ich eine Mieterhöhung in Kauf genommen habe. Hätte ich Kinder zu versorgen, dann könnte ich es mir sowieso nicht leisten.

    Das akademische Personal ist nicht unterbezahlt, wenn es nur die Stunden arbeitet, die es auch bezahlt bekommt. 😉

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