Gute B-Note im zweiten Versuch

Seit ein paar Tagen spukte mir ein Blogeintrag mit dem Titel „Datenschutz durch Hässlichkeit“ oder so durch den Kopf, den ich nun leider nicht mehr schreiben kann. Es sollte dabei um folgendes gehen:

Meine geliebte Lokalzeitung, das Schwäbische Tagblatt, hat offenbar den Datenschutz für sich entdeckt und hat die Social-Media Pugins (Facebooks like-, googles +1- und ein Twitter-Button) in der von heise.de empfohlene 2-Klick-Methode umgesetzt. An sich löblich, allerdings war die Umsetzung von einer geradezu himmelschreienden Hässlichkeit. Ellenlange, sich weitgehend wiederholten, nahezu unformatierte Erklärungstexte unter jedem Artikel, dazwischen fast unsichtbar die ausgegrauten Buttons. So in etwa:

Bildschirmfoto 2011-09-16 um 00.23.30.png

(Screenshot aus archive.org, die Platzhalter waren die bekannten Buttos. Wen jmd. einen besseren Screenshot hat, immer her damit!))

Eine Steilvorlage für einen hämischen Rant, eigentlich.

Und nun seht euch das an:

Bildschirmfoto 2011-09-15 um 23.50.09.png

Hübsch, oder?

Mouseover zeigt die Erläuterungstexte:

Bildschirmfoto 2011-09-16 um 00.03.42.png

Per Klick auf den Schiebeschalter werden die Buttons aktiviert (und auch wieder deaktiviert), danach kann man wie gewohnt liken, twittern oder +1en.

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Für die Spakeria-Anhänger gibt es auch die Option, die Buttons permanent zu aktivieren:

Bildschirmfoto 2011-09-16 um 00.09.40.png

Bleibt zu hoffen, dass im Hintergrund auch wirklich das passiert, was suggeriert wird – nämlich nur bei aktiver Nutzung Daten an Facebook, Google oder Twitter zu senden. Das richtig einzuschätzen oder zu prüfen, dazu fehlt mir der technische Sachverstand.

So dem so ist, hat das Tagblatt hier eine wirklich vorzeigbare und gut und intuitiv benutzbare Lösung für das 2-Klick-Problem.

Pro Tipp: Nächstes mal erst online gehen, wenn´s fertig ist. Die hässliche Zwischenlösung war auch für 2 Tage nicht zu ertragen.

Gerade sehe ich noch: Den Code gibt direkt bei Heise, also war da wohl nur noch Copy-Paste an die richtigen Stellen zu machen. Trotzdem bin ich vom Tagblatt positiv überrascht, vor allem nach der halbgaren Zwischenlösung. Das Facebook diese Lösung (zunächst) nicht gut fand, haben doch bestimmt auch alles schon mitbekommen?

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