Back to the roots – gescheitert?

Im Herbst 2009 war mir beim stöbern in meinem alten Kinderzimmer eine Beirette vsn wieder in die Hände gefallen – meine erste Kamera. Kurzentschlossen legte ich einen Schwarz-Weiß-Film, der hier noch auch analogen Zeiten übrig war, ein und nahm die kleine Kamera ein paar Monate mit auf Fototour.

Irgendwann war der Film voll, beim zurückspulen stellte ich mich wohl ziemlich blöd an und beschädigte die Kamera, schaffte es aber irgendwie, den Filmsteifen ohne Lichteinfall zurück in die Dose zu befördern und bracht ihn zur Drogerie. Die schaffte es zwar, die Negative zu entwickeln und Abzüge zu machen, meine Wunsch, die Negative gescannt zu bekommen war dann wohl zu viel Sonderwunsch. Also mussten die Negative noch mal in einem anderen Fotoladen abgegeben werden, bis ich endlich die Negative in digitaler vorliegen hatte. Der Herbst war inzwischen vorbei, der Winter auch.

Die Bilder entlockten mir dann leider nur ein gequältes „Naja“, die meisten waren unscharf, verwackelt, zu dunkel und eigentlich alle ziemlich kontrastarm. Also eigentlich genau so, wie ich es erwartet hatte. Immerhin ist die Beirette eher eine etwas bessere Lochkamera.

Zwar werden solche unperfekten Bilder auch gerne mal als „Kunst“ verkauft, was ja an sich auch nicht falsch ist. Hier hatte ich aber die „Mängel“ aber nicht bewusst als Stilmittel eingesetzt, sondern hatte es schlicht nicht besser hinbekommen. Kurz: ich war mit den Ergebnissen nicht zufrieden.

Darum tat ich mich auch schwer, die Ergebnisse hier – wie angekündigt – zu zeigen. Im Moment arbeite ich aber ein paar fotografische Altlasten auf, darum muss ich (und ihr) nun auch da durch.


Und was habe ich daraus gelernt: Ich bleibe lieber bei der Technik, die ich beherrsche. Schließlich es mir eigentlich egal, mit welcher Kamera meine Bilder schieße, also nehme ich einfach die, die ich am besten kenne.

Die analoge Fotografie und das hantieren mit historischen, Lo-Tech-Kameras halte ich nach wie vor für ein spannendes Feld – das ich aber wohl eher passiv beobachtend beackern werde – die sich häufenden Berichte von Chris oder Moni sind da Futter genug. Meine Bilder mache ich dann weiterhin mit der digitalen Spiegelreflex schießen, das liegt mir einfach mehr. So what?


Ein Kommentar zu “Back to the roots – gescheitert?

  1. Lars, die Fotos sind gar nicht schlecht, aber wann sind denn in der digitalen Fotografie außergewöhnlich tolle Fotos dabei? Auch nur jedes hunderste Foto oder? Besonders gut gefällt mir gleich oben die Baumallee. Das hat was. Da würde ich (keine Kritik) persönlich noch den rechten Baum beschneiden, so daß das Foto symmetrisch wird und dann wäre alles gut. Mit der Kamera (also dem Werkzeug wie ein Hammer) hat das alles gar nichts zu tun, oder?

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