Relevanz und Irrevanz am 29. August 2010

Bilanz nach rund 1000 km auf der Autobahn: 8x beleidigt worden, 10x genötigt worden, 2x in Lebensgefahr gebracht worden, davon 1x eindeutig vorsätzlich. Und alles bleibt unentdeckt und ungestraft. Bevor wir weiter über eventuell vorhandene rechtsfreie Räume im Virtuellen diskutieren, sollte sich mal jemand um diesen ganz realen rechtsfreien Raum kümmern.

Neue Einträge auf meiner Liste „Leute, die auch noch an die Wand gestellt werden sollten, wenn die Revolution dann mal kommt“:
– Die Produktdesigner, die für diese nach schräg unter geschwungen zulaufenden LED-Reihen an den Scheinwerfern von Proletenkarren. Wer mit Design bewusst Aggression fördert, hat´s auch nicht besser verdient.
– Die Proleten, die so einen Dreck kaufen und sich dann auf öffentlichen Straßen entsprechend austoben. Woanders dürfen sie wahrscheinlich nicht.

Ich hasse Autofahren, kann gar nicht verstehen, warum sich das so durchgesetzt hat. Im Zug kann ich unangenehme Mitmenschen zumindest akustisch ausblenden, außerdem gefährden sie nicht akut mein Leben. Und es gibt Kaffee am Platz.


4 Kommentare zu “Relevanz und Irrevanz am 29. August 2010

  1. Nun, es gab schon immer aggressiv „kuckende“ Autos. Ich vermute, dass da ein männliches Rollenbild angesprochen wird. Ein fies kuckendes Auto für echte Kerle. Autos werden sich ja immer gleicher von den Features her, da kann man nur noch Äußerlichkeiten und Lebensgefühle verkaufen.

    Wo Autos anfangen, da hört bei den meisten der Verstand auf.

    Autos taugen nur für mäßig lange Strecken. Für kurze sind Fahrräder besser und für lange macht man sich kaputt, da fährt es sich besser im Zug, da kann man nebenher lesen, schreiben, Musik hören oder sogar schlafen.

  2. hi, klingt für mich doch etwes nerdig ^^ vielleicht bist du auch nur etwas verkrampft beim autofahren, so dass du anderen auch negativ auffällst ? das rechtfertigt natürlich trotzdem nicht deren verhalten…

  3. Manchmal hilft es, einfach drüber zu lachen. BMWs zum Beispiel haben am Kühlergrill zwei große Nasenlöcher, findet meine dreijährige Tochter. Immer wenn sie einen BMW sieht, ruft sie „Nasenauto“ und lacht sich kaputt.

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