Osterspaziergang

Während hier und anderswo Ostereier gesucht wurde, war ich ich mal zusammen mit Setsuna1976 auf der Suche nach Fotomotiven, diesmal in Leipzig. Unser kleiner Osterspaziergang führte und zuerst durch ein kleinen Stadtpark und dann in die Leipziger Innenstadt.

Ganz bewusst hatte ich als Objektiv nur das Lensbaby, ausgestattet mit der Doppelglaslinse und optional mit dem Weitwinkelvorsatz. Bisher waren meine Ergebnisse mit damit eher so „Naja“, was dazu führte, das ich recht schnell auf „richtige“ Objektive mit Autofokus gewechselt bin, die ich ja eh dabei hatte. Diesmal also ganz bewusst Lensbaby-Training. Uns was soll ich sagen? Training hilft.

Trotzdem konnte ich es nicht lassen, ein wenig candid streetphotography zu betreiben, an der ich seit meiner ersten Versuche in München immer mehr Gefallen finde. Mit einem Objektiv ohne Autofokus aus der Hüfte zu schießen ist natürlich noch viel mehr reine Glücksache als ohnehin schon. Versucht habe ich es natürlich trotzdem und sogar ein paar Treffer gelandet.

Aber diesmal habe ich mehr mit dem Sucher am Auge gearbeitet, was natürlich die Wahrscheinlichkeit erhöht, entdeckt zu werden. Ob ob der Einsatz eines starken Weitwinkels eher hilft (weil kleiner und wegen der Möglichkeit, leicht vorbei zu zielen) oder schadet (weil man näher ran muss) muss sich noch zeigen.

Kurz vor Sonnenuntergang ging es dann – trotz latenter Höhenangst der Begleiterin – auf den 120 Meter hohen „Weisheitszahn„, von dessen Dachterrasse man die ganze Stadt über- und weit ins Umland blicken kann. Leider stellte sich hier das Lensbaby dann tatsächlich als leichtes Handycap heraus, denn wegen der deutlichen Unschärfen an den Rändern, die damit erzeugt werden, lassen sich natürlich keine Panoramen schießen.

Darum drehte ich mich – nach dem ein paar Leipzig-von-oben-Bilder im Kasten waren – immer mal wieder nach links oder rechts, fotografierte auch hier oben die anwesenden Besucher. Wirklich „candid“, also unauffällig, war das auf dem begrenzten Raum des Hochhausdachs natürlich nicht nicht mehr. Aber offenbar hatte niemand etwas dagegen, fotografiert zu werden – oder war doch zu sehr beschäftigt, einzelne Gebäude in der Stadtlandschaft zu identifizieren, um es zu bemerken.

Alle Bilder in der flickr-Kollektion Ostern 2010:


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