Verfassungsbeschwerde gegen ELENA – jetzt Mitmanchen!

Derzeit feuert die deutsche Politik ja kräftig gegen die bösen, bösen Datenkraken wie Google oder Facebook. Nun ist sicher nicht alles, was da kritisiert wird, richtig und durchaus der Kritik würdig. Dennoch halte ich die derzeitige Debatte für die reinste Ablenkungskampagne, denn: wie unglaubwürdig ist solche Kritik, wenn sie von Leuten kommt, die Dinge vorantreiben wie die Vorratsdatenspeicherung, den biometrischen Pass, die elektronische Gesundheitskarte oder zuletzt den elektronischen Entgeltnachweis (ELENA).

Der entscheidende Unterschied zwischen den Diensten von Google oder sozialen Netzwerken und diesen staatlichen Maßnahmen ist, dass man bei letzteren per Gesetz gezwungen wird, mitzumachen.

Gerade den Elektronische Entgeltnachweis (ELENA) halte ich für eine üble Datenkrake, in dessen Schatten Google wie ein Datenschutz-Musterknabe erscheint. Immerhin gibt dort eine gewisse Freiwilligkeit.

Nicht so bei ELENA. Per Gesetz werden zwangsweise monatlich von jedem Beschäftigten ein Vielzahl persönlichster Daten an den Staat übermittelt und in zentralen Datenbanken gespeichert.

Wer diesen Realität geworden Datenalbtraum ebenfalls lieber heute als morgen beendet sehen würde, sollte sich der Verfassungsbeschwerde gegen ELENA anschließen. Das tut nicht weh und kostet nur eine Briefmarke. Weitere Infos bei FoeBud e.V., der diese Verfassungsbeschwerde initiiert hat und durchführt.

Aber die Zeit drängt, wer mitmachen will, dessen unterschriebene Vollmacht muss bis spätestens 25.03.2010 in der Post sein! Also nicht zögern, mitmachen!


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