Wifi myself!

Seit ein paar Wochen läuft hier ja ein schicker 24-Zoll-iMac . Da ich das gute alte MacBook dennoch natürlich nicht aufs Altenteil geschickt habe, entsteht hier gerade zum ersten mal in meinem privaten Umfeld etwas wie ein Netzwerk. Nun habe ich zwar eine sich verschlimmernde Kabelallergie und sehe auch sonst gewisse Vorteile in einem kleinen Netzwerk hier, nur leider habe ich sowas von keine Ahnung. Aber hey, darum bin ich zum Mac gewechselt. Also frisch ans Werk:

Festplatten und Drucker

Ich hab hier ein paar externe Festplatten rumstehen, die sollen mal grundsätzlich ins Netzwerk. Der Drobo , weil dort jede Menge Daten vor sich hin raiden, die ich mal gundsätzlich von allen (beiden) Rechnern verfügbar haben will. Allem voran natürlich die Bilder und die iTunes-DB, dazu später.

Außerdem sollen je eine Platte als Backup-Volumen für die beiden Systemplatten in Netz. Auf dem iMac läuft ja der Leopard und demnächt der Snowleopard, das benutze ich daür natürlich TimeMachine, auf dem MacBook schlummert der Tiger, dort übernimmt diesen Job der SilverKeeper, aber auch der macht inkrementelle Backups, also ist auch da die Anbindung über WLAN wohl machbar. Was ich sehr begrüßen, damit können die Backupplatten irgendwo im Schrank verschwinden und stehen nicht mehr dumm auf dem Schreibtisch rum.

In ähnliches Schicksal droht vielleicht dem selten genutzten Dokumentendrucker , da bin ich aber noch nicht ganz sicher. Der Fotodrucker hat schon eine eigene WLAN-Schnittstelle.

Das möchte ich nun mit der Time Capsule realisieren. Dabei stellen sich dann die ersten Fragen:

1. Wird es funktionieren, den Drobo und die beiden iomega-Platten gleichzeitig über USB-Hub anzuschließen? Da las ich auch mal Berichte, wo einzelen Platten nicht erkannt wurden

2. Reicht die 500 GB TimeCaplule für das Backup der iMac-Platte (640 GB)? Für go-back-Funktion müssen ja doch ein paar Daten zusätzlich vorgehalten werden…

3. Wie ist es mit der Geschwindigkeit, insb. beim Zugriff auf die Daten aufm Drobo? Lässt sich so flüssig arbeiten? Und falls nicht, kann ich den Drobo irgendwie per Firewire an den iMac hängen und ihn trotzdem für weitere Rechner über WLAN verfügbar machen. Welche Vorteile hätte DroboShare?

Lets play Musik

Gut, gehen wir mal davon aus, die iTunes-DB liegt aufm Drobo rum und ist über WLAN verfügbar. Steuern kann ich iTunes jetzt schon in der ganzen Wohnung mit dem iPhone und der Remote-App. jetzt muss die Musik nur noch verteilt werden.

Und das ist dann ja wirklich simpel: Für jedes Zimmer ein paar Aktiv-Boxen und eine Airport Express und … Rock´n´Roll!

Gefüttert werden die dann auch über AirportExtreme in der Zeitkapsel über die Luft, Kabel beschränken sich also auf die Verbindung zwischen der AirportExpress und den Boxen.

Zentraler Knoten

Die AirPort Extreme in der TimeCapsule ist dann also sowas wie der zentrale Knoten für mein Heimnetzwerk, und auch mein Internetz-Zugangs-Dings. Mit so netten Funtionen wie dem Gast-Login, der zwar zugang zum Internet gewährt, aber nicht zu meinen Daten und Druckern. Die gute, alte Fritzbox kann ich dann wohl der Wohlfahrt spenden. Oder hab ich da was falsch verstanden?

Immer schön synchron bleiben!

Okay, die RSS-Feeds und auch die Mails werden schon vom großen Google schön syncron gehalten. Aber spätestens jetzt wird es Zeit für MobileMe , um auch Kalender, Kontakte, Aufgaben und auch ein paar wichtige Dateien (über die iDisk) permanent synchron zu halten. Ich teste das gerade, und es funktioniert besser, das mich die vielen eher negativen Testbericht glauben ließen.

Und nun?

Nun wäre es eigentlich notwendig, etwas Geld auszugeben. Nur, um nochmal auf den Anfang dieses Artikels zurückzukommen: Ich hab von sowas doch keine Ahnung. Zwar hab ich mir hier ja was tolles ausgedacht:

wifiplan.jpg

Ob das alles auch tatsächlich so funktioniert, kann ich eigentlich nur ausprobieren. Eigentlich müsste es ja, oder?

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6 Kommentare zu “Wifi myself!

  1. Gar kein Router? Ich nehme an, der soll beim Splitter-Kästchen mit drin sein. So ganz ohne DSL-Modem wird’s ja nix.

    Kleiner Erfahrungswert zum WLAN-Durchsatz: Solange du keine großen Bilder direkt übers WLAN laden möchtest, sondern nur dahin sichern willst geht dein Setup.

    Das setzt auch voraus, dass du große Datenmengen nur auf dem iMac ODER dem MacBook liegen haben willst. Filme zum Beispiel.

    Ansonsten kannst du dich unter Umständen auf Nachlade-Ruckler beim WLAN-Schauen einstellen. Und 5 MB-Bilder mal eben übers WLAN öffnen ist auch nicht. Das wird dann zäh. Als Notanker habe ich noch ein 100MBit-Kabel rumliegen. Das ist viel fixer.

  2. Na also, war doch gut, diesen Beitrag zu schreiben. Vielen Dank, Stephan, für deine Hinweise.

    Mir war tatsächlich nicht klar, ob die Airport Express nun den Router ersetzt oder nicht. Nun, dann bleibt die FritzBox eben weiter in Betrieb und wird per LAN an die AE gehängt. So wie z.B. hier beschrieben.

    Mit der Geschwindigkeit über WLAN könnte es tatsächlich kritisch werden. Einerseits ist mir wichtig, dass der Drobo „On Air“ geht – vor allem wegen der Verfügbarkeit der iTunes-Bibliothek. Andererseits lagern auf dem Drobo eben Daten, die sicher verwart sein sollen, aber dennoch im direkten Zugriff sind. Unter anderem eben auch die Lightroom-Datenbank mit den original RAWs. Nun importiere ich aber zunächst auf die iMac-Platte und schaufel die Daten erst auf den Drobo, wenn die Bearbeitung abgeschlossen ist. Auf die Drobo-RAW brauche ich also meist nur „Sichtungszugriff“, und da arbeitet Lightroom ja viel mit vorab gerenderten Vorschaubildern. Ich werds einfach mal ausprobieren. Zur Not muss ich den Drobo eben bei Bedarf an den iMac stöpseln. (Oder geht das gar paralell – per USB an AE für den WLAN-Zugriff und per Firewire an den iMac?)

    Wir werden sehen.

  3. Es kann sein, dass die Time Capusle auch einen Router ersetzen kann, aber bestimmt nicht das DSL-Modem. Keine Ahnung ob Mac OS einen Internetzugang „teilen“ kann.

    Viel Spaß beim Zusammenstöpseln!

  4. Funzt das alles schon so wie es soll? Bin ja selber hier am basteln mit Time Capsule, Fritz Box und Macbook.

  5. Die Anschaffungen mussten zugunsten von Outdoorkram zunächst zurückgestellt werden. Im Oktober wird an diesem Projekt weitergearbeitet.

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