Neu in der Web2.0-Spielkiste: AudioBoo

Seit ich irgendwann 2005 neben der Bloggerei auch Podcast für mich entdeckt hatte, spiele ich mit dem Gedanken, auch mal einen solchen selbst zu produzieren. Nun das aber nicht ganz so simpel wie ein Blog zu führen. Man braucht ein Microfon, Aufnahmesoftware, man muss sich um das Hosting, den Feed und iTunes kümmern. Zwar hätte ich spätestens seit mir dieses MacBook zugeflogen ist, einfach mal losproduzieren können, denn mit dem eingebauten Micro und Garageband ist erstmal alle da, was man dazu braucht. Aber es braucht doch ein wenig Überwindung, nach dem Klick auf den großen roten Button einfach so loszuquatschen. Außerdem fehlt mir auch ein schlüssiges Konzept, und – so sagte mir mal Boris „nsonic“ – ohne Konzept wird so ein Podcast kaum erfolgreich sein. Ich glaube, da hat er Recht.

Nun sind das ja schon eine Menge tolle Ausreden, und an all diesen Tatsachen hat sich auch nichts geändert. Trotzdem habe ich es getan und meine erste Podcastepisode produziert und veröffentlicht.

Warum so ein plötzlicher Sinneswandel? Nun, ich habe AudioBoo entdeckt. Eine kleine kostenlose iPhone-App (iTunes-Link), die man je nach Standpunkt als Rundum-Sorglos-Podcasting-Paket oder als eine Art Audio-Twitter beschreiben könnte.

Rundum-Sorglos, denn: Man nimmt am iPhone aus, gibt dem File einen Namen, Tags und ggf. noch ein Bild mit auf dem Weg und kann es direkt hohladen. Und zwar zu audioboo.fm, dort werden die Files gehostet und – und hier wird es richtig spannend – es wird automatisch sowohl ein normaler RSS-Feed als auch ein iTunes-Feed generiert.

Audio-Twitter, denn: Die Aufnahmelänge ist beschränkt auf maximal 5 min. Die Aufnahme kann nicht nachträglich bearbeitet oder geschnitten werden. Außerdem wurde auf der Audioboo-Plattform das Follow-Prinzip von Twitter übernommen.

Das Ding schein noch brandneu zu sein, und ist darum auch noch lange nicht perfekt. Die Funkionen sind noch recht überschaubar, vor allem vermisse ich eine vernünftige Suche. Außerdem sind die Inhalte bisher ausschließlich in Englisch. Was erstmal okay ist, aber ja nicht so bleiben muss. Und ich gehe da diesmal mit gutem Beispiel vorran.

Das ganze verspricht eine Menge Spaß, also einfach mal ausprobieren und reinhören:

Listen!

Bei Gefallen auch gerne abonnieren, natürlich kostenlos, entweder im Feedreader eurer Wahls feed-icon-14x14.png Feedreader eurer Wahl, oder bei 200904162216.jpg itunes.

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