selbstverständlich frei in Europe bewegen

Ich sollte aufhören, morgens den Deutschlandfunk zu hören. Nach jedem dort ausgestrahltem Politikerinterview habe ich das dringende Bedürfnis, etwas dazu hier zu kommentieren oder richtigzustellen.

Da behauptet doch eben ein gewisser Markus Ferber von der CSU, bei der Frage der Aufnahme von Guantanamo-Entlassenen könne nicht jedes Land der EU selbst entscheiden, weil jeder der in ein solches Land kommt grundsätzlich sich frei in der gesamten EU bewegen könne.

So, dann dürfen wir wohl die unsägliche Residenzpflicht endlich als abgeschafft betrachten, die die Freizügigkeit von Asylbewerbern auf eine einzigen, willkürlich festgelegten Landkreis einschränkt?

(Link zum Interview)

Ein Kommentar zu “selbstverständlich frei in Europe bewegen

  1. tja, wenn die Rechte Hand nicht weiß ….

    Naja, leider entpuppen sich viele Politiker doch (wie auch in der Wissenschaft) als Fachidioten. Da ihre Überlebensfähigkeit alleine durch öffentliche Wahrnehmung sichergestellt ist stellen sie sich gerne vor Kameras, besonders wenn Sie meinen das sie nicht ausreichend wahr genommen werden. Das Thema spielt dann meist eine untergeordnete Rolle. Bzw… Irgendwie schaffe ich es schon auf mein Fachthema zu lenken.

    Zitat Homepage des Herrn: „[..]Er engagierte sich zunächst im Ausschuss für Forschung, Technologie und Energie, sowie als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr. 1999 wurde er zum Vorsitzenden der CSU-Europagruppe gewählt. Zudem sitzt er seit 1999 als Finanzexperte im Haushaltsausschuss. […]“

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