Die (beinahe) beste Filmkritik des Jahres

Da man bei Anke Gröner anscheinend nicht kommentieren kann, muss ich es eben hier tun. Was sie da über den neuen James Bond schreibt, hätte die beste Filmkritik des Jahres werden können. Wenn sie nach diesem ersten Absatz enden würde:

Die Bushaltestelle am Potsdamer Platz ist eine Doppelhaltestelle. Als der 200er auf dem Weg zum Alexanderplatz anhält, steigt niemand ein. Der Bus fährt an, als plötzlich eine Frau mit der flachen Hand mehrmals von außen an den Bus schlägt, zur vorderen Tür rennt, der Fahrer öffnet die Tür – „Na, na, ma nich so stürmisch, junge Frau“ – sie steigt ein und fängt sofort an zu pöbeln. „Sie sind an mir vorbeigefahren.“ Der Busfahrer pampt zurück: „Ick hab doch jehalten.“ – „Ja, als ich hinter Ihnen hergerannt bin. Das ist ne Haltestelle, das wissen Sie schon, oder?“ – „Jetzt ma janz ruhig hier, Sie sind doch im Bus, was wolln Se denn noch?“ – „Ich will, dass Sie nicht so unfreundlich sind. Noch ein Wort und es gibt ne Anzeige.“ Woraufhin sie nach hinten durchgeht. Woraufhin der Busfahrer den Motor abstellt und ihr hinterhergeht. „Ne Anzeige? Ick gloob, ick spinne.“ – „4802, hab ich mir gemerkt, kommen Sie bloß nicht näher, das gibt ne Anzeige.“ – „Dit hab ick ja noch nie erlebt! Wissen Se was, ich ruf jetzt die Polizei, dann können Se gleich Ihre Anzeije loswerden.“ – „Ja, nee, das muss ja jetzt auch nicht sein.“ Die beiden gehen wieder nach vorne, der Fahrer ruft über Funk die Zentrale, die Frau fängt an, ihn im quengeligen Tonfall davon abzuhalten, und ich denke, hättstehättstehättste mal den M48 genommen, der direkt hinter dem 200er kam und jetzt schon lange an uns vorbei ist. „Sie lassen mich jetzt sofort aus dem Bus, das ist sonst Freiheitsberaubung.“ – „Also, ick hab hier ne Dame …“ – „SIE LASSEN MICH JETZT SOFORT AUS DEM BUS!“ – „Ja, watt denn nu, rinn oder raus?“ – Die Tür ging auf, die Dame stieg aus und fluchte draußen weiter. Der Busfahrer ließ den Motor wieder an und nölte seine Zentrale noch bis zur Friedrichstraße voll, bis er sich wieder beruhigt hatte. Ich fuhr bis zur Memhardstraße, stieg in die M2 und kam etwas später als erwartet zu Hause an. Achja, und davor hab ich Quantum of Solace geguckt. Der war aber lange nicht so aufregend wie die Busfahrt.

Und was lernen wir daraus? Es lohnt, über belangloses nicht zu schreiben.

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