… die Reichsbahn nimmt ihn immer

Ein in die Landschaft gegrabenes Argument für eine Bahnprivatisierung ist die Sauschwänzlebahn in Südbahn. Diese wurde rein aus militärischen Zwecken gebaut, um ohne den Schweizer Kanton Schaffhausen durchfahren zu müssen Truppen nach Westen bringen zu können. Um die schweren Militärzüge durch das für gar nicht mal so bergige, für weit trassierte Hauptbahnen dann aber doch schwierige Terrain zu bringen, wurde eine Luftlinienentfernung von 9 km mit 25 km Strecke überbrückt. In weiten Schleifen, über lange Brücken und durch Kehrtunnel führt ein der aufwendigsten Bahnstecken Deutschlands weit vorbei an jeder relevanten zivilen Verkehrsnachfrage. Sie war von Tag ihrer Eröffnung an vollkommen unrentabel.

Was davon bleibt, ist eine Museumsbahn, auf der drei mal die Woche unzählige Rentnergruppen (die selbstredend mit dem Reisebus ankommen) und ein paar Pufferküsser mit einem Dampflok-bespannten Zug zwischen zwei Wald-und-Wiesen-Bahnhöfen hin und her gekarrt. Wer so etwas mag (und ich gestehe: das trifft auf mich zu), für den ist so etwas toll. Allen anderen (wie der Herzdame) wird vor allem auffallen, das die holzbebankten Abteile nicht beheizt werden. Aber zum Glück gibt im „Wirtschaftswagen“ für wenig Geld diverse Schnäpse…

Sauschwänzlebahn_7

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