Embedded Photoshopper VI – Photoshop im Schnelldurchlauf

Was bisher geschah: Embedded Photoshopper I, II, III, IV und V

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Es musste ja so kommen, beim letzten Termin des Photoshopkurses kam ich dann tatsächlich zu spät. Und ich hasse es, mich zu verspäten. Irgendwie ein Nebeneffekt meiner Affinität zu Öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie auch immer, als ich eintraf war der Dozent schon mitten drin, im Schnelldurchlauf durch die Werkzeugleiste. Und das war mal richtig interessant. Denn nachdem die Werkzeuge, die die wir ja alle mehr oder weniger schon im Kurs mal verwendet hatten kurz erklärt waren, kamen so nützliche Sachen wie Einstellungsebenen, der Maskierenmodus, die Möglichkeit, Ebenen in Ordnern zu sortieren oder die Erstellung und Verwendung von Aktionen zur Sprache. Leider auch nur sehr kurz. Für diese Sachen hätte ich mir deutlich mehr Zeit gewünscht, die ist natürlich nicht nicht drin, wenn man fast drei Stunden lang die Tonwertkorrektur behandelt. (Ich übertreibe, aber nur leicht…)

Nach der Pause folgte der praktische Teil des Abends. Hier war die doch schon recht komplexe Aufgabe zu lösen, ein Panorama aus zwei Einzelbildern zu erstellen, diesem einen Rand und eine Beschreiftung zu verpassen, um es später als Postkarte zu drucken.

Also frisch ans Werk, und erstmal das Panorama basteln. Sowas habe ich bisher nur machen lassen, von AutoStitch, das war aber noch zu Windows-Zeiten. Für den Mac habe ich ähnlichen bisher nicht finden können. Na aber zurück zum Thema, das konkrete Vorgehen in diesem Fall war wie folgt:

1. Arbeitsfläche im ersten Bild vergrößern

2. Zweites Bild als neue Ebene in erstes Bild verschieben

3. Neue Ebene auf Deckkraft 60% und (halbwegs) passend verschieben

4. Deckkraft wieder auf 100

5. Mit sehr weichem Radiergummi Kante wegmachen

6. Panorama zuschneiden

7. Ebenen verschmelzen

8. scharfzeichnen – optimieren …

Nun sollte aber aus dem ganzen noch eine Postkarte werden, mit einem breiten weißem Rand mit Beschriftung und einem schmalen Rand um das eigentliche Bild dazu wurde die Hintergrund weiß eingefärbt – wie das genau geht hab ich schon wieder vergessen – und dann zentriert um je 2 cm vergrößert. Das ergab schon mal ein 1 cm breit umlaufenden weißen Rand. Da rein kam dann noch schon zentriert ein toller Postkarten-Spruch und das Bild selbst bekam noch einen schwarzen Rand, und fragt mich jetzt bloß nicht, wie man den jetzt genau hinbekommt.

Alles kann man sich ja auch nicht merken, dafür kann sich das Ergebnis schon ganz gut sehen lassen. [Das heißt, es könnte sich sehen lassen, wenn der Fotograf der beiden Ursprungsbilder denn auf meine Anfrage, ob ich das bearbeitete Bild hier veröffentlichen darf, auch mal geantwortet hätte. Falls die Zustimmung noch kommt, werde ich das Bild noch einfügen.]

Während des ganzen Abends war das Tempo merklich straffer als bisher. Einige der Teilnehmer fanden das nicht so prikelnd – ich hätte mir das eher von Anfang an so gewünscht, dann hätte man einfach mehr geschafft oder hätte bei bestimmten Themen deutlich tiefer einsteigen können. Aber es sind halt nicht alle von der schnellen Truppe. *seufz*

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Fazit nach 6 x 3 Stunden Photoshop-Kurs:

Auch wenn ich zwischenzeitlich etwas genervt war. Im großen und ganzen war der Kurs doch recht solide und gut durchdacht. Zwar musste ich mir über weite Strecken bereit bekanntes anhören, aber schließlich war es ja ein Anfängerkurs. Und da müssen natürlich auch die Funktionen erklärt werden, die ich nun schon zur Genüge aus Lightroom kannte. Letztlich ist man einmal grob durch die Werkzeuge und Grundfunktionen durchgegangen und ahnt, was die Software noch alles kann. So gesehen hat der Kurs sein Ziel schon erreicht. Dadurch, und natürlich durch die Möglichkeit, Photoshop günstig kaufen zu können, hat er sich schon gelohnt.

Der Dozent, und ich denke es ist okay, ihn nun auch mal beim Namen zu nennen, war Alexander Gonschior und er hat seine Sache eigentlich ganz gut gemacht. Man merkte, das er auch deutlich tiefer in den Stoff hätte einsteigen können, aber das wäre einem expliziten Einsteigerkurs wohl tatsächlich nicht gerecht geworden. Zwar kamen immer wieder Fragen auf, die eben aus Zeitgründen nicht beantwortet werden konnten. allerdings hätte das ja auch genau so begründen können. Und nicht, wie oft in diesen Fällen, mit einem nonchalantem „da kommt man von 100sten ins 1000ste“ die Irrelevanz des angesprochenen Themas zu suggerieren.

Aber sei es drum, für mich hat der Kurs in etwa das gebracht, was ich erwartet habe. Und zwar (1.) eine günstige Photoshop-Lizenz und (2.) einen ersten Überblick über die Software. Jetzt heißt es üben, lernen, ausprobieren. Und vielleicht auch mal einen der in Aussicht gestellten Aufbaukurse zu einzelnen Teilgebieten der Bildbearbeitung besuchen.

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P.S. Ein paar wirklich gute Bilder hat der Alexander auch im Portfolio – lohnt sich mal reinzuschauen.

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