Per UMTS ins Netz – Versuch gescheitert

Es reicht, morgen kauf ich mir DSL. Und nur falls noch irgendwelche Fragen offen sind, ob UMTS ein adäquater Ersatz sein könnte – mit dem Vorteil es auch unterwegs nutzen zu können: Nein, ist es nicht.

Warum?

Ganz einfach, es funktioniert halt nicht:

  1. Die Netzabdeckung mit UMTS ist, zumindest wenn man die großen Ballungsräume auch mal verlässt, lausig.
  2. Man bekommt man keine echte Flatrate (zumindest bei dem Anbieter mit dem Sauerstoff) – was ja ggf. nicht ganz so tragisch wäre, wenn man sich wenigstens näherungsweise auf die eingebauten Zähler verlassen könnte. Kann man aber nicht.
  3. Man wird gezwungen, eine Verbindungssoftware (Connection Manager) zu installieren, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, sich über einen „falschen“ Zugangspunkt zu verbinden und dann in einen Tarif zu kommen, wo eine halbe Stunde Youtube gucken den finanziellen Ruin zur Folge hat. Und dieses zusammengefrickelte Stück Code hat es dann als erste und bisher einzige Software geschafft, Mac OS zum Absturz zu bringen.
  4. Das Zusammenspiel mit Bluetooth funktioniert auch nicht. Ständig bricht die Verbindung zusammen (was natürlich nicht angezeigt bekommt, im Connetion Manager bleibt schön alles auf grün) – und dann darf man Wahlweise das Handy, den Connection Manager oder den Rechner neu starten oder die Bluetooth-Konfiguration wiederholen. Gerne auch jede mögliche Kombination dessen. Aber man bekommt zumindest Routine darin, schließlich passiert das zwei bis drei mal in der Stunde.
  5. Überflüssig zu erwähnen, dass es keine Möglichkeit gibt, automatisch beim booten des Rechnern eine Verbindung herzustellen. Genauso wie eine vorhandene Verbindung durch ein zuklappen des MacBooks gekappt wird – oft mit den unter (4.) beschriebenen Symptomen. Auch hier heißt es dann: manuell connecten.
  6. Mit dem permanent aktiven Bluetooth hält der Handyakku noch kürzer als der vom Macbook. Man ist also plötzlich immer auf der Suche nach zwei Steckdosen. (Oder manschleppt zusätzlich zu zwei Netzteilen auch noch eine Verteilerdose mit sich rum.)
  7. Fast hätte ich es vergessen: Über „Geschwindigkeit“ reden wie lieber nicht. Schon der Begriff erscheint unpassend.

Nach fast drei Monaten mit dieser Notlösung (und nach gut einer Woche in der neuen Wohnung, wo DSL wieder möglich ist) breche ich den Versuch „Per UMTS ins Netz“ nun so schnell wie möglich ab. Mit dem klaren Ergebnis: Untauglich, durchgefallen, nicht zu empfehlen.

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