Embedded Photoshopper III – Dateiformate und Widerspruch

Was bisher geschah: Embedded Photoshopper I und II

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Nun schaffe ich erst jetzt am Wochenende meinen Review zum Photoshop-Kurs vom Montag zu schreiben. Wo ich diese Artikel doch auch (vor allem…) eigentlich als kleine Gedächtnisstütze für mich gedacht hatte. Na gut, wollen wir doch mal sehen, was ich noch rekonstruieren kann.

Der beste Teil war gleich am Anfang des Abends, denn da wurden die heiß begehrten Teilnahme-Scheine ausgegeben. Sinniger Weise vordatiert auf Mitte April, wenn der Kurs tatsächlich endet. Ich hoffe mal, das gibt keine Probleme bei der Registrierung. Denn ich habe schon zugeschlagen, und weil ich gerade so in Shoppinglaune war, gleich die Creative-Suite Premium gekauft, die neben Photoshop CS3 Extended auch noch InDesign, Illustrator, Dreamweaver, Flash und Acrobat. Das aber nur nebenbei.

Der Kurs selbst war für mich an diesem Abend eigentlich nur mäßig interessant, zumindest im praktischen Teil- der zudem auch noch recht kurz war. Neben einiger Wiederholung und noch ein paar Spielereien mit der Textfunktion – konkret die Umwandlung in Pixelgrafik – ginge es um das Freistellenwerkzeug und die Tonwertkorrektur.

Zum Freistellen-Werkzeug wurden zunächst nur ein paar Grundlagen erläutert, leider nur am Beispiel des rechteckigen oder quadratischen Freistellens, Was so dermaßen unspannend fand, das meine Aufmerksamkeitskurve steil nach unten ging und ich wahrscheinlich ein paar wichtige Info verpasst habe, die mir dann fehlen, wenn die „wichtigen“ Freistellen-Werkzeuge behandelt werden.

Bei der Tonwertkorrektur war ich dann zwar wieder aufmerksam, aber das kenne ich ja schon aus Lightroom. Iirgenwie war es ungewohnt, dass man nicht die Histogramm-Kurve selbst verschiebt, sondern quasi die Ränder. Und auch hier wieder stilles entsetzen, das auch dieser Arbeitsschritt zu echten Verlusten an Bildinformation führt.

Spannender war da schon der Theorieteil, denn da ging es um Dateiformate. Und obwohl ich dacht, mich in dem Thema ganz gut auszukennen, war doch noch das ein oder andere Neue für mich dabei. Hier eine kurze Zusammenfassung:

.psd –> Das Datei-Format von Photoshop, mit allen Informationen die man dort so braucht, insbesondere die der Ebenen. Allerdings ist es proprietär, und damit denkbar schlecht für eine Weitergabe oder Weiterverarbeitung außerhalb von Photoshop geeignet. Darum gibt es dann aber …

.tif –> Ein (potentiell) unkomprimiertes Dateiformat, sogar die Ebenen-Infomationen können wahlweise mit gespeichert werden. Gut geeignet für den Druck.

.jpg –> Das Standard-Ausgabeformat für Bildschirm und Internet. Hier wird schon relativ stark komprimiert, indem Mittelwerte von Farbe und Helligkeit benachbarte Pixel gebildet werden. Das Weiterverarbeiten von JPEGs sollte man lieber lassen, den komprimiert wird bei jedem Speicher, so dass der Qualitätsverlust kumuliert.

.gif –> Noch ein Format für Bildschirm und Netz, und auch dieses komprimiert. Im Gegensatz zu JPEG werden hier aber nicht Pixel, sondern Farbstufen zusammegerechnet. Sprich die Anzahl der Farben wird reduziert. Damit bleibt die Schärfe von Kanten u.ä. vollständig erhalten. GIF eignet sich also gut für Schriften, Logos und änliches mit wenigen Farben und klaren, scharf abgegrenzten Formen.

.bmp –> Eigentlich nur ein olles Microsoftformat, was kein Mensch mehr verwendet. Interessant nur die kleine Anekdote, dass M$ hier versucht hat, durch eine geschickte Namenswahl einen Standard zu setzen. Denn Bitmap ist eigentlich der Oberbegriff für Dateiformate, die Grafiken in Form von Pixeln beschreiben. Tja, hat wohl nicht so ganz geklappt.

.pdf –> Wer kennt es nicht, inzwischen ja DER Standard zum Austauch von Dokumenten aller Art. Um das leisten zu können, ist es eher als Container konzipiert, in den man alles mögliche reinpacken kann. Ist es da erstmal drin taucht pdf natürlich auch wunderbar als Druckvorlage.

.raw –> Ja, RAW kam dann auch noch zur Sprache, eingeleitet mit „Und dann gibts dann noch RAW.“ Damit war dann auch schon fast alles gesagt, denn neben der Erklärung, das RAW die unveränderten Sensordaten speichert, ging der Dozent eigentlich nur noch auf die Nachteile ein: Kein einheitliches Dateiformat, sondern herstellerspeziefisch, größere Datenmengen und der Zwang zur Entwicklung im RAW-Konverter. Indirekt riet er also von der Nutzung von RAW ab, wenigstens hat er noch gefragt, ob da jemand völlig anderer Meinung ist. Ja, bin ich. Späestens seit ich mit Lightroom arbeite, mache so gut wie gar keine Bilder mehr direkt als JPEG. Die Gründe würde wohl den Rahmen diese Artikels sprengen, das gibt dann mal einen Eigenen.

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