Das können wir nicht garantieren

Inzwischen hat es unser kleiner Testbetrieb des CapaCity in die örtliche Lokalzeitung geschafft. Auch eine andere benachbarte Zeitung hatte offenbar Interesse und über die Kundenhotline nach Bildmaterial gefragt. Schon am Freitag hatte ich eine Email geschickt, und angeboten, meine privaten Bilder zur Verfügung zu stellen. Diese Mail war anscheinend nicht angekommen, oder war übersehen worden, weil man nichts von lars@eldersign.de erwartet hatte.

Gestern rief die Redaktion noch mal an, und fragte nach. Fragte nach, nicht freundlich. Man könnte fast sagen, sie verlangt nach den Bilder, und zwar bischen flott! Na ich bin ja nicht so und kann mir auch vorstellen, das Lokalredaktionen für so ein kleine Nebenstory nicht ewig viel Zeit aufwenden können. Also bot ich meine Bilder wiederholt an. Kostenfrei, einzig eine ordnungsgemäße Quellenangabe war meine Bedingung.

Darauf sie so: „Das können wir nicht garantieren“

Darauf ich so: „Dann eben nicht. Ich verbinde Sie dann mal mit mit unserer Öffentlichkeitsarbeit, die haben auch ein paar Bilder aus der Kompaktknipse.“

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Nicht, das ich jetzt denke, meine Bilder wären überragend gut (dann würde ich sie wohl kaum verschenken), aber ein klein wenig fairer Umgang miteinander muss schon sein. Und wenn man nicht mal ordentliche Quellenangaben garantieren kann …

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Nachtrag:

Ganz ähnliche Erfahrung machen offenbar auch andere, wie ich gerade lese. Der Artikel bei Click ist etwas deutlich ausführlicher, es wird erzählt, was so passiert, wenn man seine Bilder erstmal unbedarft in verantwortungsbewusste Journalistenhände gegeben hat.

Auch die üblichen Vermeidungsstrategien werden dort genannt:

1. Ich verzichte auf eine Namensnennung, oder

2. ich versehe das Bild gleich selber mit einer bzw. schicke eine explizite und unmissverständliche Notiz mit, dass die Verwendung des Bildes ohne Namensnennung nicht gestattet ist.

Und ich möchte ergänzen:

3. Keine Weitergabe an Journalisten, sollen die Schreiberlinge doch zusehen, wie sie zu anständigen Bilder kommen.

4. Eigene Veröffentlichungen im Netz nur mit ausreichend großem Wasserzeichen.

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