Nicht meine Marke, und trotzdem gekauft

Im Zug gegenüber sitzt ein junger Mensch, Typ langhaariger Bombenleger. Vor ihm steht ein klobiger 08-15-Laptop von DELL. Über den „DELL“-Schriftzug in hat er den bekannten angebissen Apfel geklebt. Was ihn nun zu einer ziemlich bedauernswerten Kreatur macht, zumal der Schriftzug der Billig-Marke auch noch durchscheint.

Einen ähnlichen Fall hatte ich neulich am Kunden-Telefon. Eine (bereits an Stimmlage und Ausdrucksweise erkennbar) links-alternativ orientierte Studentin hatte ihr Mobiltelefon im Bus verloren. Zumindest würde man, es so gefunden wurde, eindeutig identifizieren können. Denn sie wusste noch, dass es Siemens-Gerät war, nur dass sämtliche „Siemens“-Schriftzüge von ihr konsequent durch Anti-Atomkraft-Sticker ersetzt wurden.

In beiden Fällen kann sich der Konsument offenbar nicht mit der gewählten Marke identifizieren, und zwar so stark, das das Bedürfnis besteht, dies auch zu der Umwelt mitzuteilen. Dann wäre es doch wohl nur konsequent, diese Marke nicht zu kaufen.

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