o2 = Oh je

Seit 3 Wochen bin ich ausschließlich über UMTS mit der Welt verbunden. Dass ein Datenpaket von 5 GB mitnichten „fast unbegrenzt surfen“ bedeutet, wie die o2-Tanja-Anjas es einem weis machen wollen, war mir ja von Anfang an klar. Und nun ist es wohl soweit, das neue Paket wird erst am 10. freigeschalten und die „Uhr“ steht auf 4,9 GB. Oder auch nicht, denn es gibt ja mehrere Zähler.

1. den „Überblickszähler“ im Connection-Manager, der steht, wie gesagt auf 4,9 GB oder genauer auf 105,3 MB Restvolumen.
2. Die Monatsübersicht im Connection-Manager, Stand hier 2678,2 MB verbraucht.
3. Die Einzelübersicht im Connection-Manger, die sagt: 2678,4 – zumindest nah dran an (2.)
4. Der Paketdatenzähler im Handy, getrennt nach gesendet/empfangen: 163,4 MB und 2,28 GB. In Summe ca. 2450 MB.

Keiner dieser Zähler wurde seit Inbetriebnahme des Handy, der Karte und des Vertrags von mir irgendwie beeinflusst oder zurückgesetzt.

Die große Frage ist jetzt natürlich: Kann ich weiter surfen (und tendenziell im nächsten Monat wieder ein paar mehr Podcasts laden, Bilder posten und Youtube gucken) oder lass ich es lieber. Denn die Preis nach Verbrauch des 5 GB – Paket sind tatsächlich geeignet, den durchschnittlichen Internetnutzer in den finanziellen Ruin zu treiben. 0,50 €/MB.

Das heißt, um sich das mal vor Augen zu führen, z.B.:
ca. 0,17 EUR für ein Bild zu Flickr hochladen,
ca. 30 EUR für eine durchschnittliche Folge des Happy-Shooting-Podcasts (Okay, für eine längere…),
ca. 50 EUR für 10 min Video-Podcast in HD.

Grob über den Daumen gepeilt dürften in den verbliebenen 6 Tagen bis zum Refresh Kosten von ca. 1000 EUR auflaufen, wenn ich mein normales Netzverhalten zu Grunde lege. Und das will man dann ja doch nicht.

Wenn sich O2 schon erdreistet, einem solch ein verkrüppeltes Angebot zu machen, dann sollte man sich wenigstens auf die Datenzähler in der Soft- und Hardware verlassen können. Aber das kann man nicht. Der Rat des O2-Shop-Schergen, natürlich nach Anruf bei der Hotline, war die Rechnung abzuwarten und dann mal sehen, was dort abgerechnet wird. Also im Zweifel eine bezahlte Leistung nicht zu nutzen, weil der Dienstleister nicht in der Lage ist, denn Verbrauchsstand korrekt und zweifelsfrei zu ermitteln. Wobei man sich dann schon fragt, auf welcher Basis dann die Rechnungslegung erfolgt.

Auch der Tag des Refreshs war nur auf Nachfrage und langwieriger Telefoniererei mit dem Service zu erfahren. Ist ja völlig egal, 5 GB sind ja quasi eine Flatrate, nicht wahr o2? Selbstverständlich bekommt man am Refresh-Tag keine Mail oder SMS oder irgend eine Mitteilung, dass man nun wieder surfen kann. Davon, dass man die oben beschriebenen sinnfreien Zähler selbst händisch zurücksetzten muss, wollen wir mal gar nicht reden.

Liebe o2-Hanseln,
ganz ehrlich, wenn ihr es nicht auf die Reihe kriegt, Volumenpakete ordentlich zu verwalten und abzurechenen, dann bietet halt eine Daten-Flatrate an. Damit dürfte beiden Seiten geholfen sein.
Danke.

Nachtrag: E-Plus kann es doch schon, ihr Pfeifen!

So, aufgrund oben beschriebener Problematik könnte das hier erst mal der letzte Eintrag gewesen sein. Bis zum 10.02. – Es sei denn ich finde bis dahin in Tübingen doch noch ein schönes Cafe mit offen WLAN. Tipps werden hier dankend entgegen genommen.

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