Die Diktatur der Autofahrer

Derzeit protzt die Automobilindustrie auf der IAA  gerade wieder mit dem alten Erfolgskonzept „schneller, schwerer, stärker“ und täuscht der Form halber ein bisschen Klimaschutz vor.

Und passend dazu bringt die Zeit ein Interview mit Prof. Knoflacher, Verkehrsplaner aus Wien, der die Sache mit dem Auto ziemlich gut auf den Punkt bringt:

Wir ziehen uns mehr oder weniger freiwillig in abgedichtete Häuser mit Lärmschutzfenstern zurück, um den Außenraum dem Krach, dem Staub und den Abgasen der Autos zu überlassen.

Und er schildert auch recht drastisch, was das Auto aus uns macht:

Die Bewegungseinschränkung, ja sogar die Todesgefahr für den eigenen Nachwuchs wird bewusst in Kauf genommen, wenn es um einen möglichst nahe gelegenen Parkplatz geht.

Endlich mal jemand, dem ich bei diesem Thema voll zustimmen kann. Und dabei zeigt er, dass er durchaus kein Dogmatiker ist, sondern die Problematik in ihrer gnazen Tragweite überblickt. Was man von den Befürwortern automobiler Mobilität leider meist nicht behaupten kann. Die opfern ja bekanntlich sogar  leichtfertig Weltkulturerbe.

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