Se´

(sächsisch: „sie“, meist Plural, Aussprache mit kurzem e)

Meine liebe Kollegin heute beim Smalltalk:

„Weißte was se´ sich bei uns wieder für einen Unsinn ausgedacht haben? Da hamm se´ doch tatsächlich … [was genau tut hier nix zur Sache] So ein hirnverbrannter Schwachsinn. Wer sich so was ausdenkt, muss doch wohl nicht ganz richtig im Koppe sein.“

Blöderweise hätte ich ihr in diesem Fall ziemlich genau erzählen können, wer „se´“ waren, also wer sich da hirnverbrannten Unsinn ausgedacht hat und nicht ganz richtig im Kopf ist. Hätte ich tun tun können. Statt dessen bin ich einfach gegangen. Das Niveau war mir dann doch zu niedrig.

Auf jeden Fall betracht sie nun einer der drei Leute, die sie da so ausdauernd als „se´“ bezeichnet hat, nun nicht mehr unbedingt als „liebe Kollegin“.

Denn mal abgesehen, das sie mit der Idee vielleicht nicht ganz einverstanden ist, oder (besser: und) sie die Zusammenhänge und Zwänge nicht versteht, die zu dieser Kompromis-Lösung geführt haben. Sie hätte wissen können (und vermutlich, und das nacht mir wirklich Sorgen, wusste sie es tatsächlich), dass ich an der Sache zumindest mitgearbeitet habe. 

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