Butter ist ausverkauft

Es ist schon Sommerlochthema, aber ein vortreffliches – die Sache mit den steigenden Preisen für Lebensmittel. Ich hab mich heute mal wieder bei sämtlichen Kollegen im Büro schwer unbeliebt gemacht, weil ich auf den heutigen Top-Smalltalk-Einstieg „Hast schon gehört, die Butter wird teuerer?“ nicht wie allgemein erwartet, sondern mit einem lakonischen „Zeit wirds.“ reagierte.

Wenn man sich die Entwicklung mal über einen etwas längeren Zeitraum anschaut könnt man auf die Idee kommen, das sich hier über Jahre der Preis in die falsche Richtung entwickelt hat, weil die Marktwirkung durch Subventionierung und die Marktmacht der Handelskonzerne gehemmt war. Doch nun wurde dieses Spiel anscheinend zu weit getrieben, die Erzeuger haben immer weniger produziert, weil es sich einfach nicht mehr lohnte. Dann kam, wie in der Landwirtschaft ja so üblich, ungünstiges Wetter dazu und eine steigende Nachfrage. Was wird da wohl passieren?

Im Supermarkt meines geringsten Misstrauens war die Botschaft jedenfalls angekommen. Gegen 15:00 war Butter bereits ausverkauft. Es gibt eben keine bessere Werbung als Nachrichten über Preissteigerungen.

Und übrigens:
Liebe Supermarkt-Pfeifen, wenn ich jeden Monat 300-400 Euro in euren Laden lassen ist okay, und ein paar Fotos zu schießen ist nicht drin? Und wenn dem schon so ist, dann kann man dabei trotzdem freundlich bleiben. Und muss nicht so tun, als hätte ich die ganze Butter geklaut, und nicht das leere Regal fotografiert.

4 Kommentare zu “Butter ist ausverkauft

  1. Na gut, wenn die Preissteigerung bei den Bauern ankommen würde, wäre es noch zu verstehen, aber von den 40 Cent, die es in meinem Supermarkt teurer geworden ist, werden die am wenigsten sehen.
    Was mich aber noch mehr ärgert, seit Wochen gibt es keine Biobutter mehr im Supermarkt, obwohl er sonst biomäßig ganz gut sortiert ist.

  2. Tja, wie viel nun bei den Bauern ankommt, kann ich schlecht beurteilen. Anscheinend ist dieser Preisanstieg anscheinend durch eine Rohstoffknappheit begründet ist. Und zwar nicht nur bei Milch selbst, sondern auch bei den Futtermitteln. Demnach ist schon anzunehmen, das hier nicht nur die Preise für Endprodukte angezogen haben, sondern auch die für Rohstoffe. Und somit tatsächlich Geld bei den Bauern hängen bleibt.

    Das der Handel bei der Gelegenheit (mutmaßlich) auch noch ein paar Cent drauflegt, halte ich auch für ganz normal.

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