Saure Süßigkeiten


Im Supermarkt meines geringsten Misstrauens mussten im Kassenbereich nicht extra Regale mit kleinen Süßigkeiten aufgestellt werden. Der Laden ist so klein, dass man im Prinzip direkt in der Süßwarenabteilung an der Kasse ansteht. Dennoch hört man dort eher selten Kinder quengeln, wie die Mütter das schaffen, ist mir unklar. Vielleicht nehmen die Kinder das unwiderstehliche Angebot dieser vier Regalmeter aufgrund von Reizüberflutung gar nicht wahr.

Ich jedoch werde fast jedes mal schwach. Nicht zuletzt unterstützt der Zeitdruck, der durch die unglaublich flink arbeitenden Kassiererinnen erzeugt wird, so machen schlecht durchdachte Pro-Entscheidung.

Heute aber war die Entscheidung wohl überlegt, denn bei Happy Shooting läuft die Aufgabe „sauer„.

Was ich jedoch völlig außer acht gelassen hatte, war das unheimliche Suchtpotential dieser Dinger. Kurz nach dem Aufreißen der Tüt, um ein oder zwei „mal zu naschen“ muss mein Gehirn offenbar das Bewusstsein vorübergehend abgeschalten haben. Glücklicherweise war dabei auch die Wahrnehmung soweit beeinträchtigt, das ich drei Apfelringe übersehen hatte und die Tüte für leer hielt.

Andernfalls hätte dieses Foto niemals entstehen können. Und reproduzierbar ist es auch nicht. Jedenfalls nicht vor Montag, wenn der Supermarkt wieder öffnet.

Was bleibt ist die Erkenntnis: Auch Süßigkeiten können sauer sein.

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