Erhöhter Ermittlungsdruck in Sachen Fahrraddiebstahl

Vor ein paar Jahren wurde mir mal mein Fahrrad geklaut. Ich war damals Student und weil man als solcher ja bekanntlich tagsüber eh nichts zu tun hat, bin ich zur Polizei gegangen. Meine Anzeige wurde zwar ordnungsgemäß aufgenommen und protokolliert, aber der Beamte machte mir wenig Hoffnung. Statt dessen erklärte er mir, das in Sachen Fahrraddiebstahl eigentlich grundsätzlich gar nichts unternommen wird, schließlich habe man Wichtigeres zu tun.

Offenbar haben sich Prioritäten in letzter Zeit erheblich geändert. Fahrraddiebstahl scheint nun in der Wichtigkeit gleich hinter Terrorismus zu rangieren. Anstatt gar nicht zu unternehmen, werden nun ganze Hundertschaften losgeschickt um gestohlene Fahrräder aus dem gesamten Bundesgebiet aufzuspüren. (link)

Natürlich müssen dafür einige Abstriche bei anderen Polizeiaufgaben gemacht werden. Zum Beispiel zu verhindern, dass sich 2000 Chaoten ungehindert unter friedlich Demonstranten mischen können. Und auch noch Feuerwerkskörper und wer weiß wes noch für Waffen dabei mitbringen. So gesehen wird die Frage, wer angefangen hat, immer unwichtiger.

Wäre ja auch peinlich geworden, wenn es nach der eindeutigen Stimmungsmache der letzten Wochen friedlich geblieben wäre. Wo wäre denn dann die Rechtfertigung für den Zaun, die Einschränkung der Grundrechte und die ganzen Spitzeleien?

Btw.: Liebe Polizei, wenn ihr mein altes Fahrrad gefunden habt, könnt ihr behalten.

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