(Un)Erwartete Auswirkungen der Impressumspflicht

Im Februar gab es ja teilweise aufgeregte Diskussionen um das Telemediengesetz, vor allem um die Frage der Impressumspflicht für Blogs. Herausgekommen war ja anscheinend ein klares „vielleicht„. Was in Verbindung mit abmahnwütigen Anwälten die meisten Blogger dazu brachte, ein Impressum einzurichten, inklusive Postadresse und teilweise auch Telefonnummer.

Ich hatte schon damals so meine Bedenken, ob das wirklich eine gute Idee ist und hab mich schließlich durchgerungen, zwar die Adresse zu veröffentlichen, aber zumindest die maschinelle Suche etwas zu erschweren.

Inzwischen trudeln genau die Meldungen ein, die ich (und sicher auch viele andere) damals befürchtet haben:
Spammer Cold-Caller Marketingabteilungen nutzen Impressum als Datenquelle
Nazibande beschmiert das Haus eines Bloggers [via]

Ob wohl die Initiatoren dieses Gesetzes zu diesee Auswirkungen ihres MachWerks bedachtwerden. Ich dachte immer der Staat will mich schützen. Vielleicht sollte er mich dann nicht zwingen, meine Postadresse offen für sämtliche Marketing-Spacken, Nazis und sonstige Verrückte und Beknackte aller Art zu Verfügung zu stellen.
Und, nein, einfach nicht zu bloggen ist keine Lösung.

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