Unschuldvermutung: Vermieter vs. Innenminister

[inspic=424,left,fullscreen,300]So sieht es im Moment in meinem Bad aus. Der Nachbar in der Wohnung unter mir hatte sich beschwert, dass Wasser durch die Decke käme. Für den Vermieter war sofort klar, wer allein dafür Vernatwortlich ist. So eine Vorverurteilung ist schon recht ärgerlich, denn wie sich heute herausstellte, haben wohl die von ihm beauftragten Handwerker bei der Installation gepfuscht.

Doch wenn ein kleiner Wohnungsverwalter solche Ansichten vertritt, ist das eine Sache, etwas ganz anderes ist es dagegen, wenn ein amtierender Bundesinnenminister so denkt. Und öffentlich solche Sätze von sich gibt:

„Wäre es richtig zu sagen: Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren,
als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will,
daran zu hindern versuche.“

Diesen Gedanken möchte man gar nicht zuende denken. Dann dann käme man zu dem Schluss, dass man, da man ja nun grundsätzlich verdächtig ist, sich auch wie ein Verdächtiger verhalten müsse. Und damit jeden Polizisten erstmal pauschal als Gefahr anzusehen. Schließlich man von diesem, zur Verhinderung nichtgeplanter Anschläge, präventiv eingesperrt werden. Im besten Falle. Oder erschossen, sonst.

Nicht duschen zu können ist aber auch Mist.

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EDIT: Link ergänzt, errinnert von subsumieren.de

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