… da können wir doch noch hinschauen.

Die Vertreter eines privaten Vereins, der zu bestimmten (gerade so noch akzeptablen) Zwecken bereits sgn. Ein-Euro-Jobber im öffentlichen Raum beschäftigt (im übrigen mit mäßigem Erfolg), kam heute mit der tollen Idee, diese auch gleich noch als eine Art Hilfspolizei einzusetzen. Dann folgte als Begründung die übliche Litanei von zunehmender Kriminalität und überforderter Polizei. Man sah sich genötigt darauf hinzuweisen, dass auch in unserer beschaulichen Kleinstadt mit bösen bösen Drogen gehandelt würde, von denn die Leute immer so träge werden und die Augen so komisch verdrehen. Natürlich war man sich auch nicht zu schade, aktuelle und durch die Berichterstattung emotional aufgeladene Fälle zu bemühen. Das alles müsste nicht sein, wenn man nur die frustrierten Langzeitarbeitslosen, die nicht selten mutmaßlich selber Probleme mit Drogen haben, die zu einem unwürdigen Lohn einer Beschäftigung (nennen wir das mal lieber nicht Arbeit) nachgehen müssen, weil sonst…, ja, genau diese Leute muss man nur schön als Polizisten verkleiden – „Eine richtige Uniform müsste es dann aber schon sein.“ – Ihnen erzählen, auf was sie alles „ein Auge werfen“ sollen und was „jeder Bürger darf, wenn Gefahr im Verzuge ist“, dann fühlen wir uns doch alle gleich viel sicherer.

Tolle Idee, als ob hier nicht schon genug sich äußerst wichtig nehmende Hilfssherrifs rumlaufen.

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