lernen oder sterben

Dort drüben wird gerade diskutiert, welchen Einfluss die Netznutzung auf die Erwartungshaltung gegenüber den klassischen Medien hat. Hauptsüchlich geht es dort ein Äquivalent zum RSS-Feed. Die beiden haben sicherlich recht, mir fallen noch ein paar andere Sachen ein, die einfach mal fehlen bei Fernsehen, Radio und Zeitungen:

Kommentarfunktion – man hat sich inzwischen so daran gewöhnt, bei Bedarf sofort und unkompliziert seinen Senf dazu geben zu können, dass mir meine Zeit zu schade ist, ein Medium zu konsumieren, bei dem das nicht möglich. Leider trifft dies auch auf viele Online-Ableger der klassischen Medien zu, wo es ja technisch möglich wäre. Wovor die wohl Angst haben?

Wiederholbarkeit, Zitierbarkeit per Link – fehlt mir vor allem, seit ich blogge. Was nützt mir ein interessanter Radio- oder Fernsehbeitrag, wenn ich ihn nicht im Netz (ob nun als Video/mp3 oder Text sei dahingestellt) finde, um ihn in Ruhe nochmal zu sehen/hören/lesen. Hintergrundrauschen. Irrelevanz. Und dass man dann auch nicht per Link zitieren kann, kommt erschwerend hinzu.

Adblocker, Fast forward – Werbung will ich nicht. Punkt. Außerdem: Hatte gerade kurz TV an. ZDF. „Heute“ war gerade zuende. Anschließend ein Teaser aus „Wiso“, angekündigt wird ein Beitrag über cold calls, kann man sich ja mal anschauen. Dann kommt Werbung, Teaser für den Samstag-Abend-Krimi, nochmal Werbung, Wetter, noch ein Teaser. Nach gefühlten fünf Minuten schalte ich entnervt ab, hab schließlich meine Zeit nicht im Lotto gewonnen.

Ich würde sagen, die „alten Medien“ haben genau zwei Alternativen – siehe Überschrift.

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2 Kommentare zu “lernen oder sterben

  1. Der Link wurde nicht vergessen, siehe „Zitierbarkeit per Link“ 😉 Richtig ist natürlich auch, die Wichtigkeit der Links nochmal zu betonen. Thanks for that, ben_.

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