Preisklarheit bei Konzertkarten

Vor kurzen wurde ich genötigt, bei einem bekannten Konzertkarten-Onlinehändler eine Karte für ein Grönemeyer-Konzert zu ordern. Mal davon abgesehen, das ich 50 € und mehr für ein einfaches Konzert schon ziemlich Wucher finde, kamen da nochmal knapp 5 € „Bearbeitungsgebühr“ dazu. Alleine der Begriff hätte mich fast dazu gebracht, an dieser Stelle abzubrechen. Und dann wird die Karte trotzdem nur per Brief verschickt, wenn sie auf dem Postweg verloren geht hat der Kunde eben Pech gehabt. Aber was solls, ist ja ein Geschenk , die Zeit drängt und ich handelte auch nur im Auftrag eines „Nicht-Onliners“, somit auch nicht mein Geld.

Jetzt ist die Karte da und darauf ist ein niedrigerer Preis aufgedruckt als ich geordert hatte, zufällig der Preis der niedrigeren Platzkategorie, die vorsichtshalber mit „gegebenenfalls Sichtbeschänkung“ angepriesen war. Also schnell ein klick auf den Kontakt-Link um die Sache per Email zu klären. Doch statt wie erwartet im einem Mail-Formular landet man in einer FAQ, wo es doch tatsächlich die Rubrik

„Der Preis auf den Karten ist niedriger als der Preis auf der Quittung“

gibt. Der Wahnsinn hat also Methode. Und dort erklärt man dann:

„Sollte sich bei dem auf dem Ticket
aufgedruckten Preis und dem im Webshop angegebenen Endpreis eine
Differenz von 2,00 EUR pro Ticket ergeben, so handelt es sich dabei um
die anfallende Buchungsgebühr. Auf diese weisen wir im Laufe des
Bestellprozesses hin.


Sollte die Differenz höher als 2,00 EUR pro Ticket sein, so handelt es
sich bei dem auf dem Ticket angegebenen Preis nicht um den
Ticketendpreis. Bitte beachten Sie, dass es sich dann bei dem Preis auf
der Karte um den Preis ohne Gebühren handelt: Unter dem aufgedruckten
Ticketpreis befindet sich in der Regel der Schriftzug „Preis zzgl. VVK“
oder „Preis zzgl. Gebühren“. So gilt z.B. für einige Veranstaltungen in
Großstädten wie Berlin und Hamburg, daß die Vorverkaufsgebühr entgegen
Veranstaltungen in anderen Städten nicht im aufgedruckten Preis
enthalten ist.


Der berechnete Endpreis setzt sich hingegen aus dem aufgedruckten
Ticketpreis, zuzüglich Vorverkaufsentgelt, der Buchungsgebühr und der
Werbekostenumlage zusammen.


Wir bitten um Verständnis, dass wir im Webshop nur den maßgeblichen Endpreis darstellen können.“

Nein, dafür hab ich ganz und gar kein Verständnis. Auf der Rechnung ist es schließlich auch möglich Kartenpreis, Vorverkaufsgebühr, Systemgebühr, ÖPNV-Gebühr, Bestellgebühr und Bearbeitungsgebühr zu einer Summe zu addieren. Warum das „im Webshop“ nicht gehen soll, bleibt unklar. Außer man versucht, durch unklare Preisauszeichnung Kasse zu machen. Aber sowas möchte ich lieber keinem unterstellen.

Klar ist jedoch, dass dies mein erster und letzter Einkauf dort war.

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