Vierzehn Tage Schule fürs Leben

Ein 15jähriges Mädchen kommt über längere Zeit nicht zur Schule, das Ordnungsamt wird eingeschaltet, Bußgelder verhängt. Diese werden nicht gezahlt. Dann soll das Mädchen gemeinnützige Arbeit leisten, doch auch dazu kommt es nicht. Also wird sie nun, offenbar gut ein Jahr danach, für zwei Wochen in den Knast gesteckt.

Andreas Pech, der urteilende Richter (Möchtegern)-Gnadenlos, begründet dies gegenüber SpOn so:

„Bei einem anschließenden Gerichtstermin habe das Mädchen die
Notwendigkeit des Schulbesuchs immer noch nicht erkannt und stattdessen
die Lehrer für ihr Fehlen verantwortlich gemacht…“

Also muss die junge Dame in den Knast, weil sie anscheinend dem Herrn Richter nicht tief genug in den … ach lassen wir das.

Die ganzen Umstände und die Tatsache, das auch die Eltern wenig einwirken können oder wollen, lässt mich vermuten, das die  Schülerin aus jenen Verhältnissen stammt, die selbstredend nicht Unterschicht genannt werden, da es so etwas wie Schichten in Deutschland ja gar nicht gibt. Sollte dies so sein, könnte die Schulverweigerung nur konsequent sein. Dann nämlich wenn das Mädchen bereits erkannt hat, das der Schulbesuch ihre Chancen im Leben nur unwesentlich erhöhen würde. Andernfalls ist Schulschwänzerei einfach eine Sache, die zur Pubertät gehört wie Pickel. Sicher, man muss da einschreiten, aber nicht so.

Denn, und hier greife ich die Frage von Astrit Günther-Schmidt gerne auf:

„Ich frage mich, was die Schülerin im Gefängnis lernen soll.“

Na was wohl? Man kann es sich denken.

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