Saftladen

Die Herren Sportfunkionäre des Deutschen Olympischen Sportbundes haben offenbar nichts besseres zu tun, als eines der wenigen lesenwerten Firmenblogs abzumahnen.

Die kleine sympatische Firma (ja, ich ergreife hier offen Sympatie für ein Unternehmen, hörthört!) hatte ihren Blog vor nicht einmal einem Jahr gestartet hat, und hat ihn nicht – wie das bei Firmenbloggs sonst leider üblich zu sein schein – als reinen Werbekanal gestaltet. Nur haben das die DOSB-Anwälte offenbar noch nicht gemerkt.

Anstatt sich zu bedanken, das der Saftblog recht positiv über deren (?) Veranstaltungen berichtet, hohl man mit dem Abmahn-Hammer aus und schlägt erst man blind zu.

Anstatt mal den Doping-Sumpf trocken zu legen (soviel dazu) tritt man wieder mit der Uns-gehört-die-Welt-Mantalität, wie sie sie schon die FIFA im Vorfeld der Fußbal-WM an den Tag gelegt hatte, in den Ring.

Ich frage mich ernsthalt, welcher der beiden Aktuere hier nun der SAFTLADEN ist.

So, und jetzt geh ich Getränke kaufen.

[via]

P.S. Man kann dem DOSB auch die Meinung sagen. Sollte man auch.

P.P.S. Ich habe ja sogar eine Kategorie „sportliches“, die werde ich hierfür aber ganz bestimmt nicht setzten.

4 Kommentare zu “Saftladen

  1. DER SKANDAL GEHT JA JETZT ERST LOS:

    Ähnlich wie beim so genannten Heidi – Klum- Skandal ist im Augenblick in zahllosen Blogs und Blogkommentaren ein teilweise unverständliches Riesentheater rund um das Abmahnwesen im Gange: diesmal erregte sich indes nicht des schönen Models Papi, diesmal versucht ein parastaatlich auftretender Sportlerklub, ein so genannter „DOSB“, einem Presseerzeugnis, nämlich einer Online – Fachzeitschrift über Fruchtsäfte, die Rechte aus § 5 des deutschen Grundgesetzes unter Hinweis auf das verfassungswidrige „Olypmiaschutzgesetz“ abzuerkennen.

    Allein die Tatsache, dass sich in Deutschland ein Sportlerverein entblöden kann und es wagt, gegen einen der Grundpfeiler der Demokratie, nämlich gegen die im Grundgesetz garantierte Pressefreiheit anzutreten, und sei es auch nur, wenn der Gegner eine kleine Internet – Fachzeitschrift für Fruchtsäfte ist, ist ein beispielloser Skandal, der in den nächsten Tagen dazu führen wird, dass dieser Verein namens DOSB von der Presse in die Mangel genommen wird. Hier haben herkömmliche Medien mit Bloggern vereint zu marschieren, da beide Contentlieferanten vor dem Grundgesetz als Journalisten anzusehen sind.

    Obwohl das „Saftblog“ nach Artikel 5 Grundgesetz im Rahmen der freien Meinungsäußerung wie jedes andere Pressemedium auch (Blogger sind deshalb Journalisten, weil das Grundgesetz im Jahre 1949 nur den Begriff der Pressefreiheit, aber noch nicht den Begriff Blogger kennen konte) über Olympische Spiele berichten darf, meinen offenbar schwer gedopte Abmahn – Sportvereine, das verfassungswidrige OlympSchG (Olympiaschutzgesetz) verböte die Nennung des Namens „Olympiade“ in Presseerzeugnissen. Das würde dazu führen, dass nicht nur die Blogger, die über Olympia berichten, sondern bei restriktiver Auslegung des verfassungswidrigen Olympiaschutzgesetzes morgen auch 300 deutsche Zeitungen und Zeitschriften zusperren müssen. Das müssen sie nicht, da ja allein schon das kleine Saftblog jeden dieser Prozesse selbstverständlich gewinnen würde und daher sich nicht zu fürchten braucht,

    Daher ist dieser obskure Sportverein total in der Bredouille ….

    via http://hartensteynreport.twoday.net/

  2. Den Muckraker gibts auch noch. Zu Erinnerung, dort ging es um einen kleinen Fake, der der Blogosphäre ein Wochenende ziemlich viel Spaß gebracht hat. Und Ärger. Das ist vorbei.
    Den Trackback habe aus dem Spamordner gefischt, wo er schon ganz richtig einsortiert war. Aber ich will ja nicht zensieren. Nur einen Link bekommt der nicht auch noch. In guter Tradition hab diesen deshalb entfernt. Wer es denn unbedingt lesen möchte, kann ja googln. Lohnt aber nicht, Fake eben.

    Nachtrag: Soeben traf ein zweiter Trackback von Muckraker ein, von gleichen Beitrag. Ich denke, einmal reicht.

  3. Pingback: Der Muckraker

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