Das Projekt geisterte schon länger durch meinen Kopf: die Ubahnhöfe Münchens zu fotografieren. Natürlich nicht alle. Zum Glück hat die MVG hier schon eine kleine Vorauswahl getroffen. Nach 5 Stunden unter der Erde sind immer noch vier der elf dort genannten Stationen unbesucht. Wenn morgen das Wetter wieder genauso mies ist, werde ich noch einmal abtauchen, in den Untergrund.
Hier ein erstes Ergebnis, aus der Station Westfriedhof:
Zugegeben, der Plan war ambitioniert. 6:00 Uhr aufstehen, an einem Sonntag. 6:45 Uhr im Zug sitzen, um gegen 7:25 im verschneiten Bad Urach Fotos im Morgenlicht zu machen. Ziel war natürlich der Wasserfall, bei dem sich bei den nun schon lange anhaltenden Minustemperaturen sicher tolle Eisformationen gebildet haben mussten.
Soweit klappte das dann auch. In Bad Urach angekommen hatte ich zunächst leichte Orientierungsprobleme. Abgesehen von der relativen Dunkelheit waren die wenigen Wegweiser ziemlich eingeschneit. Aber auf die Karte schauen, pah! Dann lieber erst einmal einen Kilometer in die falsche Richtung laufen. Macht ja nichts
Das Laufen in 30 cm hohem Schnee war nicht gerade einfach, aber irgendwann gegen 9:00 Uhr hatte ich mich dann bis zum Wasserfall hochgekämpft. Nur um festzustellen, dass inzwischen der Akku der Kamera leer war – und mir in diesem Moment wieder einfiel, warum ich schon die ganze Zeit so ein diffuses Gefühl hatte, etwas vergessen zu haben: Der Ersatzakku lag noch in meiner Küche in seiner Ladeschale. Also keine Fotos, nur eine Winterwanderung.
Die dann fast noch wirklich katastrophal endete, denn der Abstieg ins Tal ist deutlich steiler als der Aufstieg. Außerdem ist er zum Teil mit Treppen ausgestattet und führt recht nah man stürzenden Wasser vorbei. Darum war er auch so vereist, dass ich mich nach etwa der Hälfte und mehreren Ausrutschern sicherheitshalber entschied, doch wieder den sanft abfallenden Rückweg zu nehmen. Allerdings musste ich mich dafür erst mal wieder hoch kämpfen, wodurch ich das mitgeführte Einbeinstativ doch noch sinnvoll – wenn auch zweckentfremdet – einsetzen konnte.
Trotz viel zu kurzer Nacht, 10 km Fußmarsch durch verschneite Wälder und beinahe gebrochener Knochen gibt es deshalb nun: KEINE Bilder vom Uracher Wasserfall.
Bereits am Samstag glaubte letzter Woche glaubte @withoutfield, jetzt hätten
…wirklich ALLE das banksy “Exit through the gift shop” Video geblockt…
schloss seinen Tweet aber mit einem fragenden “oder?”
Mit meiner Antwort
konnte ich seine aufgestellte und in Frage gestellte These widerlegen, allerdings zu dem Preis, ein Blogposting öffentlich angekündigt zu haben.
Darum möchte ich an dieser Stelle auch nicht weiter über die Schnelllebigkeit des von uns so heiß geliebten Mediums Internet auslassen, auch der gelegentlichen Herdentrieb in Kleinboggersdorf ist hier kein Thema, schon gar nicht die Irrelevanz macher im Netz gehypter Themen für die Offlinewelt. Denn all das geht mit von ganzen Herzen am Arsch vorbei, falls dieser Ausdruck hier erlaubt sein sollte.
Statt dessen möchte ich daran erinnern, dass Banksy einen Film gedreht hat, der demnächst vielleicht in ein paar wenigen Kinos gezeigt wird. Kann ja sein, dass das einige nach dem Abflachen des Hypes um den Trailer schon wieder vergessen haben:
Auch stand schon mal vor einem mutmaßlichem Banksy, in Killarney, Irland. Meine Reisebegleiter haben glaube ich bis heute nicht verstanden, weshalb mich die kleine Ratte in der schmutzigen Gasse so begeistert hat.
Gerade hatte ich mich im EDEKA darüber geärgert: EC-Zahlung erst ab 10 Euro. Dort ist das neu seit Jahresbeginn. Ein paar Schritte weiter im Schreibwarenladen Scriptum holt mich eben dieses Problem gleich wieder ein. Ich hatte nicht erwartet, dass zwei Leitz-Ordner mehr als 5 Euro – soviel Bares hatte ich dabei – kosten würden, war ich etwas überrascht und rief erstaunt aus: “Was hier jetzt auch?”
Woraufhin mich der nebenstehende Ladenbesitzer in bestem Honoratioren-Schwäbisch aufklärte, dass dies in seinem Laden schon immer so sein und EDEKA einfach 10 Jahre länge brauchte zum kalkulieren. Vielleicht sollte er seine Kalkulation jetzt nochmal rausholen und um die entgangenen Umsätze meinerseits einrechnen. Auch die der Einkäufe größer 10 Euro.
es ist ja sehr löblich, dass ihr einmal in der Woche volle 10 Stunden am Stück für eure “Kunden” (die Gänsefüßchen deshalb, weil mein Verständnis des Begriffs “Kunde” die unbedingte Freiwilligkeit seiner Entscheidung für ein Produkt oder eine Dienstleistung beinhaltet) da seit. Dumm nur, dass diese 10 Stunden exakt auf jenen Zeitraum fallen, in dem ich arbeitstäglich das Einkommen, über dessen Versteuerung ich mal dringend mit euch reden wollte, erarbeiten muss.
Mir würde es völlig reichen, wenn ihr die 10 Stunden gleichmäßig auf alle fünf Wochentage verteilt und die jetzige Schließ- zur Öffnungszeit macht. Im Gegenzug gibt´s freie Vormittage. Wäre das für euch Okay? Danke.
Youtube hat ein Zeit lang richtig Spaß gemacht, gerade in Sachen Musik. Man konnte sich stundenlang durch Musikvideos klicken, angefangen bei etwas bekannten, irgendwann landete man bei neuem, überraschenden oder lang vergessenem. Inzwischen ist bei jedem zweiten Video der Soundtrack entfernt oder man nun noch das da:
(Statt EMI steht da auch gerne mal Sony, Universal, Warner und was weiß ich wer da noch so drinsteckt, in dieser Musikverhinderungsindustrie)
Es ist also festzustellen: Youtube ist tot. Ziehen wir also weiter und nutzen Plattformen, die noch funktionieren. So wie OK Go, deren neues Video bei Youtube unerklärlicher Weise nicht so abging wie die Vorgänger. Kein Wunder, denn es war geoblocked. Nun liegt es eben bei Vimeo und es ist grandioser Marchingband-Camouflage-Blödsinn.
Der werte Herr MC Winkel verlost einen iMac, gesponsert von Techdepot. Und weil zwei iMacs besser sind als ein iMac, zeige ich euch dafür auch gerne meinen Arbeitsplatz. Hab extra etwas aufgeräumt, das aber etwas länger gedauert – nun ist schon dunkel: