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ghost passenger


Den Charakter der Station Großhadern machen zwei Dinge aus: Einerseits die indirekte Beleuchtung über eine metallene Reflektorskulptur, die über dem Bahnsteig hängt. Anderseits sind die Wände und die Decke mit einem riesigem Gemälde gestaltet, das die geologischen Gegebenheiten der des umgebenden Erdreichs thematisiert.

Letzteres sorgt – zumindest hatte ich das so empfunden – für einen sehr eintönigen Eindruck. Allein die blauen Stationsbänder und ebenfalls blauen Züge brachten ein wenig Farbe in die Szene.

Das ganze schrie also förmlich nach Colorkey-Bearbeitung, mit Blau als verbleibender Farbe.

Weitere Bilder im Flickr-Set:


Alle Bilder des Ubahn-Projekt in der Flickr-Collection.

Infos zur Ubahn München auf muenchnerubahn.de, auch speziell zur Großhadern.

Bisherige Artikel des Ubahn-Projekts: Teaser, Westfriedhof, Lehel, Marienplatz, Messestadt West, Candidplatz, St.-Quirin-Platz, Georg-Brauchle-Ring, Olympia Einkaufszentrum


departure


Die Station Olympia-Einkaufszentrum besteht eigentlich aus zwei Bahnöfen, den nördlichen Endpunkten der Linien U1 und U3. Die Gleise diese beiden Bahnhöfe sind nicht verbunden, aber als Passagier kann man mit kurzem Fußweg umsteigen – was auch der Grund, warum ich auf meiner Fototour dort vorbei kam.

Fotographisch interessant fand ich vor allem die großzügig und säulenfrei angelegte Halle der U1-Station mit ihren für die Münchner Ubahn eher ungewöhnlichen Außenbahnsteigen. Vom südlichen Sperrengeschoss aus lässt sich die ganze Halle überblicken. Man steht direkt über den ein- und ausfahrenden Zügen, die sich sogar regelmäßig hier kreuzen.

Hier hatte der Zug Richtung Süden seine Abfertigung gerade beendet und seine Fahrt in Richtung Innenstadt begonnen, während aus den gerade von dort angekommenen Zug die Fahrgäste noch ausstiegen.

Weitere Bilder im Flickr-Set:


Alle Bilder des Ubahn-Projekt in der Flickr-Collection.

Infos zur Ubahn München auf muenchnerubahn.de, auch speziell zur Station Olympia-Einkaufszentrum U1 und U3.

Bisherige Artikel des Ubahn-Projekts: Teaser, Westfriedhof, Lehel, Marienplatz, Messestadt West, Candidplatz, St.-Quirin-Platz, Georg-Brauchle-Ring



Als ich etwa 2001 die Fotografie für mich entdeckt hatte kam ich aus naheliegenden Gründen recht bald auf das Thema Eisenbahnfotografie.

Ich habe selbst ein gewisses Interesse am Thema, außerdem gab es an der Uni ein paar Leute, mit denen man sich darüber austauschen und auch mal zusammen auf Fototour gehen konnte. Je mehr Leute ich aber kennenlernte, die diesem ganz speziellen Hobby nachgingen, um so suspekter wurde mir das ganze.

Dieser besonderen Spezies, den sgn. “Pufferküssern” ging mehrheitlich – hier sei natürlich gesagt, dass wie immer Ausnahmen die Regel bestätigen – jegliche Fähigkeit zur Selbstironie ab.

Da wurden z.B. Regeln aufgestellt, deren Einhaltung bei der Beurteilung eines Bildes immer vorn anstanden – etwa das das Verbot von “Luftkissenfotos”, also Züge vom dem Bahnsteig aus zu fotografieren an dem sie gerade einfahren oder halten. Dann sieht man nämlich die Räder nicht mehr. Und das geht ja mal gar nicht.

Oder der geradezu krankhafte Eifer, möglichst seltene und alte Fahrzeuge abzulichten. Dieser Eifer steigerte sich bei so manchen “Fuzzy” – wie sich diese Zeitgenossen selbst nannten – natürlich in schiere Raserei, wenn mehrere solcher seltener und alter Fahrzeuge zusammenkamen. Unschöne Szenen, die ich so eher am roten Teppich bei der Oskarverleihung erwartet hätte, waren die Folge – etwa beim Dresdner Dampflokfest.

Ich übertreibe natürlich, denn wie überall gibt es auch unter den “Eisennahn-Fuzzies” viele die, die Sache vermutlich ähnlich sehen wie ich. Wie so oft waren die aber leider nicht die lautesten in der Szene.

Wie dem auch sei, spätestens mit Abschluss meines Studiums verlor ich weitgehend das Interesse am Thema. Heute sind u.a. dadurch meine fotografischen Interessen und Kenntnisse viel breiter gestreut.

Vor kurzen bin ich dann über das Fotoblog “Bahnhöfe im Kopf” gestolpert. Dort gibt es Eisenbahnfotografie der anderen Art. Nicht nur die “Dampflok-von-schräg-vorn-Bilder”, sondern auch mal leere Gleise, Reisende, Details von Bahnhöfen und (oh Schreck!) Luftkissenfotos. Einfach Momentaufnahmen aus der Welt der Eisenbahn, so wie sie eben ist. Sogar ohne kleinkarierte Regeldiskussion o.ä.

Und das schöne ist: Bei “Bahnhöfe im Kopf” kann jeder mitmachen. Was ich mit diesem Foto hier gleich mal getan habe. Und vielleicht ist das ja mal ein Anlass, dass ich mich mal wieder mehr mit der Kamera an den Gleisen rumtreiben werden.

Und bevor jemand fragt: eine Ubahn ist natürlich (!) nicht mit der “großen” Eisenbahn zu vergleichen. Zählt also nicht.
;-)


locker aus der Hüfte


Mit den Freundinnen der Herzdame durch die München zu ziehen kann ganz schön stressig sein. Es war gar nicht so einfach, die Bande immer zusammen zu halten. Besonders am Samstag, als in der Fußgängerzone die für die holde Weiblichkeit doch sehr verlockenden Läden geöffnet hatten.

Da nebenbei noch zu fotografieren, war eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Bei den wenigen Versuchen, wo ich mir auch schon nur vergleichsweise wenig Zeit zum komponieren etc. gelassen hatte, hatte ich doch arge Probleme wieder Anschluss an die (nichtfotografierende) Gruppe zu finden.

Nicht zu fotografieren ist natürlich keine ernsthafte Option. Also schaltete ich seit langen wieder alle Fokusmesspunkte meiner Kamera ein und schoss einfach mal locker aus der Hüfte. Zum Glück hatte sich die Sonne ja entschlossen, den Frühling einzuläuten – es war also genug Licht da, um die Blende etwas weiter zu schließen und so die Chance auf ein scharf abgebildetes Motiv zu erhöhen. Genug interessante, wenn auch nichts ahnende Modells waren ja unterwegs.

Der Ausschuss war am Ende zwar unglaublich groß, aber ein paar vorzeigbare Bilder sind bei diesem Candid-Shooting dann tatsächlich entstanden:


…mehr Begründung braucht kein Mensch.


(Gut, dass die Herzdame nicht mehr in Bonn wohnt.)


ships on rails


Bunt geht es zu, in der Station Georg-Brauchle-Ring. Aber nur vordergründig. Zwar dominieren die mosaikartig an den hohen Wänden dieser säulenlosen Halle angebrachten farbigen Platte der Gesamteindruck, bilden aber doch nur den Rahmen für die Details.

Für schwarz-weiße Fotografien nämlich, von Architektur aus der Umgebung des Bahnhof und aus aller Welt, außerdem Luftbilder und Karten. “Die große Reise” nennt der Künster Franz Ackermann sein Werk.

Etwa aus der Reihe fällt das Bild der Segelschiffe gleich am Anfang des Bahnsteigs, etwas hinter der Rolltreppe versteckt. Nun, wahrscheinlich steht zu Beginn jeder Reise erst einmal ein Verkehrsmittel. Und gibt es denn ein schöneres, als ein Segelschiff?

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Eine riesige Rube-Goldberg-Machine, bei der an einer rotierende Gitarre hängende Löffel auf Gläsern ein Melodie spielen; ein Fernseher mit einem Vorschlaghammer ausgeschaltet und die Band mit Farbkanonen beschossen wird – hört sich nach ein ganzen Menge Spaß an.

Da ist es mir auch egal, dass ich This Too Shall Pass hier schon mal hatte. Hier kommen OK Go mit This Too Shall Pass in der Rube-Goldberg-Machine-Deluxe-Version:


Direkt Youtube | via Nerdcore

Falls die EMI das Video bei Youtube wieder sperren sollte, bitte kurzen Kommentar. Dann fondest dich bestimmt Ersatz woanders…


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