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Wieder einmal zu Besuch in einer anderen – gar nicht mal so kleinen – botanischen Anlage, hier der Gemüseteil. Brombeeren, Erdbeeren, Kartoffeln, Radieschen, Salat, Gurken und vieles mehr. Ein Hochgenuss, wenn das erntefrisch zu auf den Tisch kommt. Man braucht aber so einiges an Platz. Und Zeit. Mehr, als wir haben – beides. Ist schon ok so. 

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Dort, wo meine Eltern wohnen, ist seit Anbeginn der Mobilfunkzeit ein zwar sehr kleines – schon ein paar Meter die Straße hoch sieht es anders aus – aber sehr hartnäckiges Funkloch. Kein Empfang in allen Netzen. Daran wird sich wahrscheinlich auch nichts mehr ändern, denn der Netzausbau im klassischen Mobilfunk dürfte abgeschlossen sein.

Auch DSL ist selbstverständlich nicht verfügbar. Das kann man ja auch nicht erwarten, dass in einem sgn. “Hochtechnologieland” jeder Haushalt vernünftig ans Internet angeschlossen wird. Vermutlich sollten wir froh sein, dass auch auf dem Land jeder Strom und fließend Wasser hat.

Wie dem auch sei, mein Elternhaus war seit dem Tod des alten 56K-Modems unabänderlich internetfreie Zone.

Doch nun tat sich ein Hoffnungsschimmer auf: LTE.

Für mich völlig überraschend wurde ein preiswerter Windows-7-Laptop gekauft und ein Vertreter eines LTE-Anbieter ins Haus gebeten, um zu testen, ob man damit wirklich ein Verbindung bekäme.

Man bekam. Der Tarif ist in absoluten Zahlen nicht allzu teuer, in Relation zur Leistung aber unverschämt. Ein schnell ergoogelter LTE-Speedtest brachte folgendes Ergebnis: 

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Das wackelige 1 GBit/s im Download ist ja noch hinnehmbar, so kennt man das ja vom Smartphone. Eine Schande ist wir zu erwarten der Upload. Und nach 10 oder 12 GB wird diese Lächerlichkeit auch noch gedrosselt.

Hier realisiert sich der feuchte Traum all jener Medienmanager, die das Internet gerne zu einen Fernsehen mit Kaufen-Knopf machen würden.

Eigentlich ist das alles ein ziemliche Trauerspiel, für meine Eltern aber zumindest eine dünne Anbindung an eine immer wichtiger werdende Technologie. Das sogar sie das verstanden haben und das Problem selbst aktiv angegangen sind, zeigt, wie wichtig das Internet geworden ist. Selbst für alsgesprochene Nicht-Netz-Menschen.

Von der Tragödie, einen neu gekauften Windowsrechner einigermaßen benutzbar zu machen, hauptsächlich durch das löschen von vorinstalierten Müll, fange jetzt lieber gar nicht mehr an.

Mr. Mike Oldfield wird heute 60. Ich wünsche herzlichen Glückwunsch und zur Feier des Tages gibt es hier die volle Dröhnung Tubular Bells:

Tubular Bells I (1973)

Tubular Bells II (1992)

Tubular Bells III (1998)

Tubular Beats (2013)

Mein Favorit ist ja immer noch die III. Es könnte aber auch passieren, dass ich mir seit langem mal wieder ein Album kaufe. Eben letzteres, Tubular Beats (Amazon-Affilate Link).

Unser Schulsystem wäre eigentlich ein guter Grund, keine Kinder zu bekommen. Genauso wie die übliche Ansicht der Gesellschaft zum Thema “Kinder und Internet” (Gefahr! Verbieten! Sperren!).

Tja, zu spät. Junior ist da und früher oder später werde ich mich auch mit den Themen Schule und Medienerziehung auseinander setzen (müssen).

Meine Erwartungshaltung dazu haben Tanja und Johnny Häusler auf der diesjährigen re:publica zwar etwas überspitzt, dafür sehr treffend und auch noch unterhaltsam zusammengefasst:

Hier auch nachzulesen.

Wie es anders gehen kann, haben die beiden auch aufgeschrieben, in ihrem Erziehungsratgeber für analoge Eltern: Netzgemüse.

Neuzugang in unserer kleinen botanischen Anlage: Ein neuer Grill – je zu Hälfte ein Vatertagsgeschenk der Herzdame an mich und ein Muttertagsgeschenk von mir an die Herzdame. Schön, dass diese beiden Tage so nah beieinander liegen. Schön auch, gemeinsame Interessen zu haben. Gegrillte Steaks gehören definitiv dazu.

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Man merkte es an der abnehmenden Schlagzahl: Die Luft ist raus. Nach einem fulminanten (Re)Start dieses Blogs zum Jahreswechsel mit zeitweise täglich neuen Artikel und vier regelmäßigen Serien ist Ruhe eingekehrt. 

Der letzte Blick nach drüben ist Monate her, bei den hundertvierzig sieht es nicht besser aus. Das hat durchaus Potential, wiederbelebt zu werden. Ich verspreche aber nichts.

Den wöchentlichen Blick in unsere botanische Anlage wird es weiter geben, da verbringe ich jetzt ohnehin immer mehr Zeit.

Eingestellt wird aber (erstmal) das Tagebuchbloggen. Obwohl ich so etwas bei anderen ganz gerne lese hat es mich zuletzt vor allem gelangweilt und genervt. Im stressigen Alltag habe ich es eher selten geschafft, über die Woche kurze Notizen zu machen und musste zum Schreiben des Artikels erstmal überlegen, was so alles los war. Hinzu kommt, dass vieles, was mich im Alltag bewegt nicht zur Veröffentlichung geeignet ist. Letztlich habe ich die Artikel nur noch geschrieben, damit die Serie nicht abreißt.

Zu viel Aufwand für Belanglosigkeiten. Ein paar andere Artikel, sind deswegen nicht geschrieben worden. Artikel, die mich wichtig gewesen wären. Übers Leistungsschutzrecht, über die Einstellung des Google Reader, über das ausgebliebene Tübinger Bausstellenchaos, über kostenlosen ÖPNV, über Drosselkom, über spannende Änderungen in Juniors Kita, über Junior natürlich und noch einiges mehr.

Schade drum. Darum: Schluss damit. Weniger Tagebuchbuchbloggen, mehr (der wenigen) Zeit für andere Artikel.

Es musste getan werden und ich habe es getan: Der Rasenmäher kam zu Einsatz und wurde vorsichtig um die Tulpen herumbugsiert werden. Die Tulpen, die jetzt mitten auf der Wiese stehen, die vor ein paar Wochen noch existent war. Es tut sich was, in unserer kleinen botanischen Anlage.

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